Stolperstein Monsanto für Bayer
Wachsende Anzahl von Klagen in den USA

Die Bayer AG steht erneut im Rampenlicht der US-Justiz. Ein Geschworenengericht in Philadelphia hat den deutschen Pharmakonzern zur Zahlung einer stattlichen Summe von 175 Millionen Dollar an einen Betroffenen verurteilt. Der Kläger behauptete, nach dem Kontakt mit Bayers Unkrautvernichtungsmittel Roundup an Krebs erkrankt zu sein.
Die Entscheidung des Gerichts sorgt für erneutes Aufsehen, insbesondere da Bayer in der letzten Woche in einem separaten Roundup-Fall bereits zu einer Strafe von 1,25 Millionen Dollar verurteilt wurde. Interessanterweise waren die vorangegangenen Urteile für den Pharmakonzern günstiger: Bayer hatte neun Prozesse in Folge gewonnen, bei denen es um ähnliche Vorwürfe ging.
In einer offiziellen Stellungnahme äußerte sich ein Sprecher von Bayer kritisch über das jüngste Urteil und betonte die Entschlossenheit des Unternehmens, dagegen vorzugehen: "Wir sind nicht einverstanden mit dem Urteil und bleiben zuversichtlich, dieses in Berufung zu bringen und hoffentlich zu reduzieren."
Doch wie kam es zu dieser Flut von Klagen gegen Bayer in den USA? Die Wurzeln dieser rechtlichen Auseinandersetzungen reichen zurück zur Übernahme von Monsanto durch Bayer. Mit dem Kauf des US-Agrarchemiekonzerns, der als Erfinder und Hauptproduzent von Roundup bekannt ist, hat Bayer eine regelrechte Lawine von Klagen in den USA übernommen. Zahlreiche Kläger behaupten, durch Roundup verursachte Krebserkrankungen zu haben.
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Zur AktienanalyseWährend die Übernahme von Monsanto für Bayer wirtschaftlich sinnvoll erschien, da sie ihre Präsenz im Agrarsektor stärken wollte, hat sie auch die Tür zu diesen Rechtsstreitigkeiten geöffnet. Und obwohl der Konzern den Zusammenhang zwischen Roundup und Krebserkrankungen vehement bestreitet, wird die Welle der Klagen, die über Bayer hereinbricht, das Unternehmen möglicherweise noch eine Weile beschäftigen.


