Stellenmarkt in der Immobilienbranche: Auf der Suche nach neuen Talenten
Welche Positionen sind gefragt und welche haben in der Krise Priorität?

Die Immobilienbranche in Deutschland sieht sich derzeit mit einer herausfordernden Situation konfrontiert, die von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird. Hohe Inflation, steigende Bauzinsen und Insolvenzen haben die einstige Feierstimmung in der Branche getrübt. Dennoch überrascht es, dass Unternehmen trotz dieser Schwierigkeiten immer noch auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden sind. Die Frage, die sich viele stellen, lautet: Welche Positionen sind in dieser Zeit besonders gefragt? Eine aktuelle Auswertung von Index Research, einer Personalmarktforschungsagentur, wirft Licht auf die am meisten nachgefragten Jobs in der Immobilienbranche.
Entgegen der düsteren Stimmung in der Branche spiegelt sich die Lage auf dem Stellenmarkt nicht so drastisch wider, wie befürchtet. Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen in der Immobilienwirtschaft in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, liegt jedoch immer noch nahe am starken Niveau von 2022. Im Jahr 2023 wurden von Januar bis November 97.802 Stellenangebote veröffentlicht, verglichen mit 109.675 im gesamten Vorjahr.
Die Unternehmen, die in dieser Zeit am aktivsten nach neuen Mitarbeitenden suchen, sind die Wüstenrot Bausparkasse, der Immobilienkonzern Vonovia und der Makler von Poll Immobilien. Überraschenderweise gehört auch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die den Immobilienbestand des Bundes verwaltet, zu den fünf Unternehmen, die die meisten Stellen ausgeschrieben haben.
In Bezug auf die gefragten Positionen in der Immobilienbranche hat sich jedoch ein Wandel vollzogen. Während im vergangenen Jahr vor allem Assistenten gesucht wurden, stehen nun Immobilienmakler an erster Stelle, gefolgt von Hausmeistern, Architekten und Projektmanagern. Erst auf dem fünften Platz finden sich Assistenten wieder. Es ist interessant zu bemerken, dass zukunftsorientierte Bereiche wie IT, Klimatechnik, Robotik und Fachinformatik in den Top 5 überhaupt keine Rolle spielen.
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Zur AktienanalyseBesonders deutlich zeigt sich der Rückgang in der Nachfrage nach neuen Mitarbeitenden im Bereich der Projektentwicklung. Aufgrund einer Insolvenzwelle haben Projektentwickler in der Immobilienbranche massive Schwierigkeiten. Experten erwarten, dass sich die Krise in den nächsten sechs Monaten weiter verschärfen wird. Laut Index Research sind die ausgeschriebenen Stellen bei Projektentwicklern von 433 im gesamten Vorjahr auf nur noch 212 von Januar bis November dieses Jahres gesunken. Auch die Anzahl der Unternehmen, die neue Mitarbeiter suchen, ist drastisch gesunken, von 196 im gesamten Vorjahr auf 122 von Januar bis November.

