Stellantis steigert Auslieferungen im ersten Quartal um 12 Prozent
Der angeschlagene Autokonzern Stellantis meldet deutliches Wachstum – trotz eines Nettoverlusts von 22,3 Milliarden Euro im Vorjahr.

Stellantis hat im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Anstieg der weltweiten Fahrzeugauslieferungen verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Auslieferungen um 12 Prozent. Das Ergebnis ist ein erstes positives Signal für den neuen CEO Antonio Filosa, der das Unternehmen im Rahmen eines umfassenden Sanierungsprogramms wieder auf Kurs bringen soll.
Filosa war im vergangenen Jahr ernannt worden, nachdem Stellantis einen Nettoverlust von 22,3 Milliarden Euro (umgerechnet rund 26,3 Milliarden US-Dollar) eingefahren hatte. Der Manager konzentriert sich seither auf die Rückgewinnung verlorener Marktanteile. Am 21. Mai will Filosa einen neuen Industrieplan vorstellen, der die strategische Ausrichtung des Konzerns für die kommenden Jahre definieren soll.
Nordamerika und Europa als Wachstumstreiber
Den stärksten Zuwachs verzeichnete Stellantis in Nordamerika: Dort stiegen die Auslieferungen um 17 Prozent auf 379.000 Fahrzeuge. Auch in der erweiterten europäischen Region legte der Konzern deutlich zu – um 12 Prozent auf 637.000 Fahrzeuge. Europa bleibt damit der volumenstärkste Markt des Unternehmens, zu dem Marken wie Fiat, Peugeot, Citroën, Opel, Jeep und Chrysler gehören.
In Südamerika, dem drittgrößten Markt von Stellantis, wuchsen die Auslieferungen um 4 Prozent auf 219.000 Fahrzeuge. Das Wachstum fiel dort moderater aus als in den anderen großen Regionen, bleibt aber positiv. Insgesamt zeigt die regionale Aufschlüsselung, dass der Konzern in nahezu allen Märkten zulegen konnte.
In den kleineren Märkten Asien-Pazifik sowie Naher Osten und Afrika verzeichnete Stellantis ebenfalls Zuwächse. In der Asien-Pazifik-Region stiegen die Auslieferungen um 15 Prozent auf 15.000 Fahrzeuge. Im Nahen Osten und Afrika legte der Konzern um 11 Prozent auf 111.000 Fahrzeuge zu – trotz erheblicher geopolitischer Belastungen in der Region.
Geopolitische Risiken belasten Golf-Region
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Zur AktienanalyseEinen deutlichen Rückschlag musste Stellantis in den Staaten des Golf-Kooperationsrates hinnehmen. Dort haben sich die Auslieferungen auf rund 3.000 Fahrzeuge mehr als halbiert. Als Ursache nennt das Unternehmen den anhaltenden Iran-Krieg, der die Nachfrage in dieser Teilregion stark beeinträchtigt. Dies verdeutlicht, wie stark geopolitische Konflikte den Automobilabsatz in betroffenen Märkten beeinflussen können.
Für Stellantis insgesamt bleibt der Weg zur Erholung lang. Der Nettoverlust des Vorjahres war einer der größten in der Geschichte der europäischen Automobilindustrie. Der neue Industrieplan, den CEO Filosa Ende Mai präsentieren will, wird zeigen, wie der Konzern strukturell gegensteuern und langfristig wieder profitabel werden will. Die Quartalszahlen liefern zumindest einen ersten Hinweis, dass die Sanierungsbemühungen erste Früchte tragen könnten.


