ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Stellantis kehrt in die Gewinnzone zurück – Aktie fällt trotzdem

Der Jeep- und Fiat-Hersteller Stellantis überraschte im zweiten Quartal mit einem Nettogewinn, verfehlte aber Analystenerwartungen.

Stellantis kehrt in die Gewinnzone zurück – Aktie fällt trotzdem

Der Automobilkonzern Stellantis hat im zweiten Quartal 2026 die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Der multinationale Hersteller, zu dem Marken wie Jeep, Dodge, Fiat, Chrysler und Peugeot gehören, verbuchte einen Nettogewinn von 293 Millionen Euro – nach einem Verlust von 1,87 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Als wesentlicher Treiber gilt die steigende Nachfrage in Nordamerika sowie erste positive Effekte aus dem Sanierungsplan von CEO Antonio Filosa.

Das bereinigte operative Ergebnis verdreifachte sich im Zeitraum von April bis Juni auf 773 Millionen Euro, verglichen mit 213 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Damit blieb Stellantis jedoch hinter den Erwartungen zurück: Der Analysten-Konsens von Reuters hatte ein bereinigtes operatives Ergebnis von 914 Millionen Euro prognostiziert. Die Verfehlung dieser Schätzung dürfte maßgeblich zur negativen Kursreaktion beigetragen haben.

Aktie bricht ein – trotz Trendwende beim Gewinn

Die in Mailand notierten Stellantis-Aktien reagierten mit deutlichen Verlusten auf die Quartalszahlen. Nach Handelsstart am Donnerstagmorgen brach das Papier zeitweise um mehr als 8 Prozent ein, nachdem der Handel kurzzeitig sogar nicht eröffnet werden konnte. Im weiteren Tagesverlauf erholte sich die Aktie teilweise – zuletzt notierte sie mit einem Minus von rund 5 Prozent.

Der industrielle Free Cashflow von Stellantis belief sich Ende Juni auf 1 Milliarde Euro und übertraf damit die Prognose der US-Großbank Citi von 600 Millionen Euro deutlich. Dennoch zeigten sich die Analysten der Citi zurückhaltend in ihrer Bewertung: Die bereinigte operative Gewinnmarge des Konzerns verbleibe auf einem „sehr niedrigen" Niveau von 1,8 Prozent, so die Experten in einer Mitteilung an ihre Kunden.

Citi-Analysten mahnen zur Geduld

Die Citi-Analysten erkannten zwar an, dass der positive Free Cashflow eine verbesserte operative Leistung widerspiegele. Gleichzeitig dämpften sie die Erwartungen an eine schnelle Kurserholung: „Dennoch erwarten wir, dass die Anleger weitere Belege für eine positive operative Entwicklung abwarten werden, bevor sie STLA erneut in Betracht ziehen", schrieben sie in ihrer Einschätzung.

Für Stellantis markiert das zweite Quartal dennoch einen wichtigen Wendepunkt. Der Konzern hatte zuletzt mit erheblichen Absatzproblemen, vor allem in Nordamerika, zu kämpfen. CEO Antonio Filosa, der die Führung des Unternehmens übernommen hatte, um die Trendwende einzuleiten, kann nun erste messbare Erfolge seines Sanierungsprogramms vorweisen. Ob diese Fortschritte ausreichen, um das Vertrauen der Investoren nachhaltig zurückzugewinnen, bleibt angesichts der weiterhin niedrigen Margen offen.

Stellantis ist einer der größten Automobilhersteller der Welt und entstand 2021 aus der Fusion von Fiat Chrysler Automobiles und dem französischen PSA-Konzern. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehrere hunderttausend Mitarbeiter und vertreibt seine Fahrzeuge unter insgesamt mehr als einem Dutzend Marken auf allen wichtigen globalen Märkten.

StellantisQuartalsergebnisNettogewinnAktieFree CashflowAutomobilherstellerJeep Fiat Chrysler

Disclaimer