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Stellantis gewinnt Klage gegen Dodge Durango SRT Hellcat Besitzer

Gericht weist Vorwürfe wegen Wertverlust durch fortgesetzte Produktion des limitierten SUV zurück

Stellantis gewinnt Klage gegen Dodge Durango SRT Hellcat Besitzer

Der Automobilkonzern Stellantis hat einen wichtigen juristischen Sieg errungen. Ein US-Gericht wies am Donnerstag eine Sammelklage von Besitzern des Dodge Durango SRT Hellcat ab. Die Kläger hatten dem Unternehmen Verbraucherbetrug und irreführende Werbung vorgeworfen.

Im Zentrum der Auseinandersetzung stand der Vorwurf, dass Fiat Chrysler – eine Einheit von Stellantis – sein Versprechen gebrochen habe, die Produktion des SUV nach 3.000 Einheiten für das Modelljahr 2021 einzustellen. Die Käufer hatten Premiumpreise von bis zu 114.225 US-Dollar (etwa 105.000 Euro) für die vermeintlich limitierte Auflage gezahlt.

Als Dodge 2023 überraschend weitere Hellcat-Modelle produzierte, fühlten sich die Erstkäufer betrogen. Sie argumentierten, dass die Exklusivität und damit der Wiederverkaufswert ihrer Fahrzeuge erheblich gelitten hätten. In ihrer Klageschrift sprachen sie von "Schock und Wut" über die Kehrtwende des Herstellers.

Gericht sieht keine Täuschungsabsicht

US-Bezirksrichterin Jennifer Hall in Wilmington, Delaware, folgte dieser Argumentation jedoch nicht. Sie stellte fest, dass keine Beweise dafür vorlägen, dass Fiat Chrysler von Anfang an beabsichtigt habe, sein Versprechen zu brechen. Zudem hätten die Aussagen des Unternehmens keine ausdrückliche Garantie dargestellt.

Entscheidend für das Urteil war die rechtliche Bewertung der Unternehmensaussagen. Die Richterin führte aus, dass die angebliche Falschdarstellung sich auf beabsichtigtes zukünftiges Verhalten bezogen habe und zum Zeitpunkt der Äußerung wahr gewesen sei. Damit seien keine staatlichen Verbraucherbetrugsgesetze verletzt worden.

Die Kläger hatten Verstöße gegen Gesetze in sieben US-Bundesstaaten geltend gemacht: Kalifornien, Florida, Illinois, New Jersey, New York, Texas und Virginia. Weder die Anwälte der Kläger noch die Vertreter von Fiat Chrysler äußerten sich unmittelbar nach der Urteilsverkündung.

Bedeutung für Sammlerfahrzeuge

Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zum Thema limitierte Auflagen bei Automobilherstellern auf. Während Käufer von Sondermodellen oft mit Wertsteigerung rechnen, zeigt dieser Rechtsstreit die Grenzen solcher Erwartungen. Für die Automobilindustrie bedeutet das Urteil eine Stärkung der Flexibilität bei Produktionsentscheidungen, solange keine expliziten Garantien abgegeben werden.

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