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Stellantis-Aktie verliert 43%: Neuer CEO leitet Kehrtwende ein

Fünf Jahre nach der Fusion von Fiat Chrysler und PSA kämpft Stellantis mit massiven Kursverlusten. Die US-Aktie des Jeep-Herstellers ist um 43% gefallen. Nun soll CEO Antonio Filosa die Wende schaffen.

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Stellantis-Aktie verliert 43%: Neuer CEO leitet Kehrtwende ein

Der transatlantische Automobilkonzern Stellantis steht fünf Jahre nach seiner Gründung vor großen Herausforderungen. Die US-Aktien des Unternehmens, das am 16. Januar 2021 aus der 52 Milliarden Dollar schweren Fusion von Fiat Chrysler und der französischen Groupe PSA hervorging, haben seit dem Zusammenschluss rund 43% an Wert verloren. Auch die in Mailand notierten Papiere verzeichneten einen Rückgang von etwa 40%.

Vom Höhenflug zum Absturz

Nach dem Börsendebüt an der New York Stock Exchange am 19. Januar 2021 entwickelten sich die Aktien zunächst positiv und erreichten im März 2024 ein Plus von bis zu 74%. Doch dann folgten beunruhigende Finanzergebnisse, die den Kurs einbrechen ließen. Am Freitag schloss die Stellantis-Aktie bei 9,60 Dollar – ein Minus von 4,2%.

Die Probleme des Konzerns führten im Dezember 2024 zum abrupten Abgang von CEO Carlos Tavares. Der langjährige Automobilmanager, dem die erfolgreiche Gründung von Stellantis zugeschrieben wurde, verließ das Unternehmen inmitten der Krise. Führungskräfte machten später deutlich, dass Tavares' Fixierung auf Kostensenkungen und Gewinne dem Geschäft, den Produkten und den Beziehungen zu Lieferanten, Gewerkschaften und Händlern geschadet habe.

Neuer CEO setzt auf Vertriebsoffensive

Sein Nachfolger Antonio Filosa, der seit Juni 2024 im Amt ist, verfolgt einen anderen Kurs. Der neue CEO konzentriert sich auf einen Vertriebs-Wendeplan, bei dem besonders die Marken Jeep und Ram wieder Marktanteile in den USA zurückgewinnen sollen. Nach jahrelangen Umsatzrückgängen genehmigte Filosa drastische Änderungen an den Produktplänen, darunter Preissenkungen und eine Neupriorisierung weg von elektrifizierten Fahrzeugen.

Einen Großteil seiner Zeit investierte Filosa in die Wiederherstellung der Beziehungen, insbesondere zu den verärgerten US-Vertragshändlern. Eine regionale Neuausrichtung oder Verkleinerung des umfangreichen Markenportfolios – zu dem auch Fiat und Alfa Romeo gehören – schloss er nicht aus. Allerdings betonte er, dass das Unternehmen seiner Ansicht nach "zusammenbleiben" sollte.

Strategieneuausrichtung in Arbeit

Die ursprünglichen Ziele des Geschäftsplans "Dare Forward 2030" – eine Gewinnmarge von mindestens 10% und eine Verdoppelung des Nettoumsatzes – erscheinen derzeit in weiter Ferne. Filosa kündigte an, dass der nächste Schritt in den Unternehmensplänen im Rahmen eines Treffens mit über 200 Führungskräften in diesem Monat erfolgen werde. Im Fokus stehen dabei ein bevorstehender Kapitalmarkttag sowie die Unternehmenskultur und die Umsetzung der Pläne für 2026.

Seit Filosas Amtsantritt als CEO am 23. Juni sind die US-Aktien von Stellantis um 2% gestiegen – ein bescheidener Erfolg angesichts der massiven Kursverluste. Investoren warten gespannt auf eine neue Strategie, die das Unternehmen wieder auf Erfolgskurs bringen soll.

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