Steigende Inflation in Großbritannien
Lebensmittel als Preistreiber: Inflation bleibt in Großbritannien hoch

Die Inflation in Großbritannien bleibt trotz leichter Entspannung hoch, vor allem wegen steigender Nahrungsmittelpreise. Die Verbraucherpreise stiegen im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,1 Prozent, wie das Statistikamt ONS heute in London mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen stärkeren Rückgang auf 9,8 Prozent erwartet. Die zweistellige Inflationsrate mindert weiter die Kaufkraft der Arbeitnehmer und löste bereits Streiks von Beschäftigten im öffentlichen Dienst aus. Unter anderem traten Ärzte, Krankenschwestern, Lehrer, Beamte und Lokführer in den Ausstand.
Die Nahrungsmittelpreise sind der Preistreiber Nummer eins. Im März stiegen sie um 19,1 Prozent zum Vorjahresmonat, was der stärkste Anstieg seit August 1977 ist. Die steigenden Lebensmittelpreise betreffen alle Schichten der Gesellschaft und machen es für viele Menschen schwerer, sich ausreichend zu ernähren. Die Bank of England wird aufgrund der Daten voraussichtlich ihre Zinssätze im kommenden Mai nochmals anheben. Die Kerninflation, die eine Berechnung ohne schwankende Energie- und Lebensmittelpreise beinhaltet, stagnierte im März bei 6,2 Prozent. "Eine weitere Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte erscheint im Mai sehr wahrscheinlich", sagte Analyste Hugh Gimber von J.P. Morgan Asset Management.
Im Vergleich zu anderen Ländern bleibt Großbritannien mit der höchsten zweistelligen Inflationsrate isoliert. Während die Rate dort in acht der vergangenen neun Monate über zehn Prozent lag, verlangsamte sich der Preisanstieg im vergangenen Monat in den USA auf fünf Prozent und in den Ländern der Eurozone auf 6,9 Prozent. Der aktuelle European Economic Forecast Winter 2023 der Europäischen Kommission zeigt, dass die Inflationsrate in diesem Jahr in der Europäischen Union voraussichtlich um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen wird. Im vorherigen Jahr hatte sie noch bei 9,2 Prozent gelegen.
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Zur AktienanalyseDie steigenden Lebensmittelpreise sind ein globales Problem, das sich auf die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft auswirkt. Die weltweite Erhöhung der Preise hat mehrere Gründe, darunter der Klimawandel, Veränderungen in der weltweiten Wirtschaft und politische Entscheidungen. Die Auswirkungen sind jedoch am stärksten in den ärmsten Ländern zu spüren, wo Lebensmittel oft einen erheblichen Anteil des Einkommens ausmachen. Die steigenden Preise können auch dazu führen, dass die Menschen in diesen Ländern weniger Nahrungsmittel kaufen und somit unterernährt werden. Es ist daher wichtig, dass die Regierungen Maßnahmen ergreifen, um die Preise zu stabilisieren und sicherzustellen, dass jeder Zugang zu ausreichend Nahrung hat.


