ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Starmer setzt auf Mini-AKW mit den USA

Siemens Energy und US-Techkonzerne könnten von neuer Atomkraft-Offensive profitieren

Starmer setzt auf Mini-AKW mit den USA

Der britische Premierminister Keir Starmer strebt eine intensivere Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten im Bereich kleiner modularer Atomreaktoren an. Bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im schottischen Turnberry betonte Starmer, dass eine enge Kooperation bei der Entwicklung dieser Technologie von Vorteil sei. Trump zeigte sich grundsätzlich offen für das Anliegen und erklärte, dass insbesondere kleinere Reaktoren wegen der geringeren Investitionen von Interesse seien. Er kündigte an, die Option gemeinsam mit seinem Team prüfen zu wollen.

Die britische Regierung hatte bereits im Juni den Industriekonzern Rolls-Royce mit dem Bau der ersten Small Modular Reactors (SMR) des Landes beauftragt. Dafür wurden staatliche Fördermittel in Höhe von 2,5 Milliarden Pfund zugesagt. Trump lobte das Vorhaben und betonte, dass zunächst eine einfache und sichere Anlage gebaut werde. Weitere Kapazitäten könnten dann durch das Hinzufügen zusätzlicher Module geschaffen werden, ohne gleich milliardenschwere Großprojekte zu benötigen.

Auch deutsche Unternehmen könnten von dieser Entwicklung profitieren. Siemens Energy hatte im Februar eine Vereinbarung mit Rolls-Royce getroffen, um den konventionellen Anlagenteil der britischen SMR mitzuliefern. Das Unternehmen soll demnach Dampfturbinen, Generatoren und unterstützende Systeme für die sogenannte „Turbine Island“ bereitstellen. Ein abschließender Vertrag ist für Ende 2025 vorgesehen.

Der Hintergrund für das wachsende Interesse an modularer Atomtechnik liegt im steigenden Energiebedarf durch Rechenzentren, insbesondere im Zusammenhang mit Anwendungen künstlicher Intelligenz. Großverbraucher wie Google und Amazon suchen nach verlässlichen und emissionsarmen Energiequellen. SMR gelten als eine Möglichkeit, dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, da sie industriell vorgefertigt und somit potenziell günstiger als herkömmliche Kernkraftwerke sind.

In den Vereinigten Staaten befindet sich allerdings noch kein solcher Reaktor in Betrieb. Die Firma NuScale, bislang einziger Inhaber einer entsprechenden Genehmigung, hatte ihr Pilotprojekt im vergangenen Jahr wegen gestiegener Kosten eingestellt. Kritiker bezweifeln zudem die Wirtschaftlichkeit der neuen Technik und verweisen auf ungelöste Fragen der Endlagerung. Dennoch rechnen Analysten damit, dass sich der Stromverbrauch von US-Rechenzentren bis 2030 verdreifachen und zusätzliche Kapazitäten in Höhe von rund 47 Gigawatt erforderlich machen wird.

GroßbritannienUSAEnergieAtomkraftwerkTechnologieKernenergie

Disclaimer