Starlink Mobile: SpaceX plant DSL-schnelles Handy-Internet bis 2027
Gwynne Shotwell präsentierte in Barcelona den nächsten Meilenstein für Satelliteninternet direkt aufs Smartphone.

Vor fünf Jahren kündigte Elon Musk auf dem Mobile World Congress eine Revolution an: Internet aus dem All, direkt auf jedes Mobilgerät. Seitdem hat SpaceX 9.800 Satelliten in die Erdumlaufbahn gebracht – darunter 650 speziell für den direkten Mobilfunkempfang. Das daraus entstandene Netzwerk gilt bereits heute als das größte 4G-Netz der Welt und zählt monatlich rund zehn Millionen aktive Nutzer.
Nun legte SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell in Barcelona nach. Auf dem Mobile World Congress 2026 stellte sie die nächste Ausbaustufe des Satellitennetzwerks vor – und setzte dabei einen klaren Zeitplan.
Zweite Satellitengeneration soll Globus abdecken
Bis Ende 2027 will SpaceX insgesamt 1.200 Satelliten der zweiten Generation ins All schicken. Diese sollen eine lückenlose Mobilfunkversorgung rund um den Globus ermöglichen – unabhängig von terrestrischer Infrastruktur. Besonders attraktiv für Anleger und Technologiebeobachter: Die versprochenen Übertragungsraten sind beachtlich.
Konkret plant SpaceX Download-Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s und Upload-Raten von 50 Mbit/s. Das entspricht einem klassischen DSL-Anschluss und würde theoretisch sogar das Streamen von HD-Inhalten wie Netflix über Satelliten ermöglichen. Für Regionen ohne Festnetzanbindung wäre das ein Quantensprung.
Relevanz für Investoren und den Telekommunikationsmarkt
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseFür Privatanleger ist das Thema Starlink Mobile aus mehreren Blickwinkeln interessant. SpaceX ist zwar nicht börsennotiert, doch der wachsende Wettbewerb durch Satelliteninternet setzt etablierte Telekommunikationsunternehmen unter Druck. Konzerne wie die Deutsche Telekom, Vodafone oder der US-Riese AT&T könnten langfristig Marktanteile verlieren, wenn Satelliteninternet tatsächlich massentauglich wird.
Gleichzeitig profitieren Zulieferer und Satellitentechnologie-Spezialisten von der Expansion. Der Ausbau von 9.800 auf mehr als 11.000 Satelliten erfordert erhebliche Investitionen in Fertigung, Raketenstarts und Bodeninfrastruktur – ein Markt, der weiter wächst.


