Starbucks präsentiert neue Langfriststrategie – CEO Niccol sieht Turnaround erst am Anfang
Kaffeekette veröffentlicht erstmals seit einem Jahr wieder Jahresprognose und Details zur Sanierungsstrategie

Starbucks hat am Donnerstag bei einem Investorentag in New York City seine langfristige Unternehmensstrategie vorgestellt und erstmals seit über einem Jahr wieder eine Jahresprognose veröffentlicht. CEO Brian Niccol machte deutlich, dass die Neuausrichtung der Kaffeekette erst am Anfang steht, auch wenn erste Erfolge sichtbar werden.
Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Unternehmen einen bereinigten Gewinn pro Aktie zwischen 2,15 und 2,40 US-Dollar. Die weltweiten und US-amerikanischen flächenbereinigten Umsätze sollen um mindestens 3 Prozent wachsen. Die Starbucks-Aktie hat im vergangenen Jahr rund 5 Prozent an Wert verloren, die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei etwa 108 Milliarden US-Dollar.
Erstmals seit zwei Jahren verzeichnete Starbucks im ersten Geschäftsquartal wieder steigende Kundenfrequenzen. Die flächenbereinigten Umsätze wuchsen um 4 Prozent. Niccol führte dies auf Menü-Innovationen wie Protein Cold Foam zurück, die sowohl Stammkunden als auch Gelegenheitsbesucher ansprechen.
Investitionen belasten kurzfristig die Gewinne
Trotz positiver Umsatzentwicklung verfehlte der Gewinn pro Aktie die Erwartungen der Wall Street. Grund sind hohe Investitionen in Filialen und Personal. Das Unternehmen stellt mehr Baristas ein und gestaltet Cafés gemütlicher um – Maßnahmen, die sich langfristig auszahlen sollen.
Zu den bereits umgesetzten Änderungen gehört die Wiedereinführung von Sitzgelegenheiten, handgeschriebene Nachrichten auf Bechern und eine Straffung des Menüs. Jedes Getränk soll künftig in weniger als vier Minuten zubereitet werden. Weitere Menü-Innovationen, Änderungen am Bonusprogramm und ein verbessertes digitales Erlebnis sind geplant.
Rückkehr zu den Wurzeln nach Jahren der Gewinnoptimierung
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Zur AktienanalyseUnter Niccols Führung will Starbucks "zurück zu Starbucks" finden. Jahrelang hatte das Unternehmen mobile Bestellungen und Gewinnmaximierung priorisiert – auf Kosten des Kunden- und Mitarbeitererlebnisses. Die Führung erwartet, dass sich die Margen nach den aktuellen Investitionen wieder erholen werden.
Zusätzlich zu unternehmensinternen Herausforderungen belasten ein allgemeiner Rückgang der Konsumausgaben und gestiegene Kaffeepreise das Geschäft. Die langfristige Vision sieht ein weltweites Umsatzwachstum von mindestens 10 Prozent und eine Steigerung des Gewinns pro Aktie um mindestens 15 Prozent vor.


