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Starbucks führt Wochenlohn und höhere Trinkgelder für US-Baristas ein

Der Kaffeeriese verbessert die Vergütungsstruktur seiner amerikanischen Filialmitarbeiter mit mehreren konkreten Maßnahmen ab Juli.

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Starbucks führt Wochenlohn und höhere Trinkgelder für US-Baristas ein

Starbucks weitet seine Vergütungsleistungen für US-Baristas deutlich aus. Ab Juli erhalten alle Filialmitarbeiter in den Vereinigten Staaten ihren Lohn wöchentlich statt wie bisher in längeren Abständen. Das Unternehmen reagiert damit auf direktes Feedback seiner Belegschaft.

Zusätzlich zur wöchentlichen Auszahlung erweitert Starbucks die Trinkgeldmöglichkeiten erheblich. Künftig können Baristas auch bei mobilen Bestellungen und App-Käufen Trinkgelder erhalten – bislang war dies nur bei Bar- oder Kartenzahlungen direkt in der Filiale möglich. Diese Neuerung dürfte angesichts des wachsenden Anteils digitaler Bestellungen spürbare Auswirkungen auf die Einnahmen der Mitarbeiter haben.

Ebenfalls neu ist eine leistungsbasierte Bonusstruktur. Baristas und Schichtleiter können durch das neue Programm bis zu 1.200 US-Dollar zusätzlich pro Jahr verdienen, wenn sie Umsatz-, Betriebs- und Kundenserviceziele erreichen. Starbucks gibt an, dass seine Baristas derzeit im Durchschnitt 30 US-Dollar pro Stunde an Gesamtvergütung inklusive Sozialleistungen erhalten.

Gewerkschaftsstreit als Hintergrund

Die Maßnahmen fallen in eine Phase anhaltender Spannungen zwischen Starbucks und der Gewerkschaft Workers United, die einen Teil der US-Baristas vertritt. Die Gewerkschaft fordert seit Langem bessere Personalbesetzung, planbarere Arbeitszeiten und höhere Löhne. Beide Seiten haben angekündigt, die Tarifverhandlungen bald wieder aufzunehmen.

In den rund fünf Prozent gewerkschaftlich organisierten US-Filialen gelten die neuen Regelungen nicht automatisch – dort müssen die Konditionen separat in Tarifverhandlungen vereinbart werden. Zwei Stimmrechtsberater hatten Aktionäre bereits gewarnt, dass Starbucks die finanziellen Risiken und Reputationsschäden aus den Arbeitskämpfen unterschätzen könnte.

Sanierungskurs unter CEO Brian Niccol

Die Vergütungsverbesserungen sind Teil des umfassenderen Restrukturierungsprogramms unter dem seit September 2024 amtierenden CEO Brian Niccol. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben seit Beginn der Neuausrichtung 500 Millionen US-Dollar in eine bessere Personalbesetzung während der Stoßzeiten investiert. Gleichzeitig schließt Starbucks unrentable Filialen, um das Geschäftsmodell profitabler zu gestalten.

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