Star-Strategen der Wall Street setzen auf eigene ETFs
Cathie Wood, Dan Ives und Tom Lee gehören zu den prominenten Wall-Street-Akteuren, die eigene ETFs lanciert haben.

Bekannte Gesichter der Wall Street machen sich zunehmend einen Namen nicht nur als Analysten und Strategen, sondern auch als ETF-Anbieter. Cathie Wood, Dan Ives von Wedbush und Tom Lee von Fundstrat zählen zu jenen Marktexperten, die ihren persönlichen Investmentansatz in börsengehandelte Fonds gegossen haben.
Dan Ives ist als Technologieanalyst beim Investmenthaus Wedbush bekannt und gilt als einer der profiliertesten Tech-Kommentatoren an der Wall Street. Tom Lee wiederum ist Stratege beim Research-Unternehmen Fundstrat und regelmäßig in Finanzmedien präsent. Beide verfügen nun über eigene ETFs, mit denen Anleger direkt von ihrer Expertise profitieren können sollen.
Star-Investoren als Markenzeichen
Cathie Wood ist in diesem Zusammenhang wohl die bekannteste Persönlichkeit. Die Gründerin von ARK Invest hat mit ihren thematischen ETFs, die auf disruptive Technologien setzen, weltweit Aufmerksamkeit erregt. Ihr Erfolg hat offenbar Schule gemacht und andere prominente Marktbeobachter dazu inspiriert, einen ähnlichen Weg einzuschlagen.
Der Trend, dass Strategen und Analysten ihre eigene Marke in Form von ETFs etablieren, spiegelt eine breitere Entwicklung im Fondsmarkt wider. Anleger suchen zunehmend nach Produkten, die mit einem klar erkennbaren Investmentansatz und einem bekannten Namen verbunden sind. Die persönliche Marke eines Experten kann dabei als Vertrauensanker dienen.
Was bedeutet das für Anleger?
Für deutsche Privatanleger ist dieser Trend durchaus relevant, da viele dieser ETFs auch hierzulande handelbar sind oder zumindest als Inspiration für eigene Anlageentscheidungen dienen können. Die Verbindung von Bekanntheit und Investmentprodukt ist jedoch nicht ohne Risiko: Der Ruf eines Strategen allein ist keine Garantie für Anlageerfolg.
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Zur AktienanalyseInvestoren sollten bei solchen „Star-ETFs" genau hinschauen, welche Strategie tatsächlich verfolgt wird, welche Kosten anfallen und wie transparent das Produkt aufgestellt ist. Bekannte Namen können zwar Aufmerksamkeit erzeugen, ersetzen aber keine sorgfältige Analyse des zugrundeliegenden Anlagekonzepts.
Der Markt für thematische und personengebundene ETFs wächst weiter. Ob sich die Produkte von Ives, Lee und anderen langfristig bewähren, wird letztlich die Performance entscheiden – und nicht allein der Bekanntheitsgrad ihrer Schöpfer.


