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SQM streicht Stellen in Chile wegen Preisverfall

Auch Führungskräfte betroffen – Lithiumproduktion laut Unternehmen nicht eingeschränkt

SQM streicht Stellen in Chile wegen Preisverfall

Der chilenische Bergbaukonzern SQM, weltweit zweitgrößter Produzent von Lithium, hat mit der Entlassung von fünf Prozent seiner Belegschaft in Chile begonnen. Grund dafür ist ein anhaltender Preisverfall des für Batterien wichtigen Rohstoffs, der seit seinem Höchststand Ende 2022 um rund 90 Prozent eingebrochen ist. Verantwortlich für diesen Rückgang sind vor allem eine Überproduktion in China sowie eine schwächer als erwartete Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.

Laut internen Informationen sowie einem an die Belegschaft gerichteten Schreiben der Gewerkschaft Sindicato SQM Salar sollen sich die Entlassungen sowohl auf die Lithium- als auch auf die Düngemittelsparte erstrecken. Die betroffenen Stellen seien auf Büros in Santiago, den Salzsee Salar de Atacama und die Lithiumverarbeitungsanlage im Norden Chiles verteilt. Ein Teil der entlassenen Mitarbeiter entfällt demnach auf allgemeine Tätigkeitsbereiche, der Rest auf leitende Positionen.

Das Unternehmen selbst wollte sich zu den Personalmaßnahmen nicht äußern. Aus Unternehmenskreisen hieß es jedoch, dass die Kürzungen keine Auswirkungen auf die Kerntätigkeiten oder die Produktionsvorgaben haben sollen. Weitere Entlassungen seien aktuell nicht geplant. Die genaue Zahl der betroffenen Arbeitsplätze ist bislang nicht bekannt.

Ende des vergangenen Jahres beschäftigte SQM insgesamt 8.344 Mitarbeiter, davon rund drei Viertel in den nördlichen Regionen Chiles, wo das Unternehmen Lithium gewinnt und verarbeitet. Bereits im ersten Quartal hatte SQM mit schwächeren Ergebnissen als erwartet zu kämpfen und Prognosen zufolge rechnet das Unternehmen mit weiterhin niedrigen Preisen zumindest im ersten Halbjahr.

Die Gewerkschaft äußerte in ihrem Schreiben Bedauern über die Entscheidung und stellte die Beweggründe des Unternehmens infrage. Zugleich sprach sie den entlassenen Beschäftigten ihre Unterstützung zu. Auch der US-amerikanische Wettbewerber Albemarle, der in Chile ebenfalls Lithium fördert, hatte im vergangenen Jahr Stellen gestrichen, um auf die gesunkenen Preise zu reagieren.

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