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SQM hebt Lithium-Prognose an und übertrifft Gewinnerwartungen

Der chilenische Lithiumproduzent SQM meldet starke Q1-Zahlen und erhöht seine Absatzprognose für das Gesamtjahr deutlich.

SQM hebt Lithium-Prognose an und übertrifft Gewinnerwartungen

Der chilenische Lithiumproduzent SQM hat im ersten Quartal 2025 einen kräftigen Gewinnanstieg verzeichnet und seine Prognose für den Lithiumabsatz angehoben. Das Unternehmen profitiert von einer robusten Nachfrage nach Batteriespeichersystemen, die für ein knappes Angebot am globalen Lithiummarkt sorgt. Die Ergebnisse gehören zu den stärksten seit dem Höhepunkt des Lithium-Booms im Jahr 2022.

Konkret wies SQM für die drei Monate bis zum 31. März ein bereinigtes Ebitda von 837 Millionen US-Dollar aus. Dies entspricht mehr als einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahreszeitraum und übertrifft die durchschnittlichen Analystenschätzungen deutlich. Der Umsatz stieg auf 1,8 Milliarden US-Dollar und lag damit ebenfalls leicht über den Erwartungen des Marktes.

Das Absatzvolumen im Quartal erreichte rund 69.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent. SQM gab an, dabei „mit voller Kapazität" gearbeitet zu haben, um die Nachfrage zu bedienen. Das Unternehmen erwartet nun, dass das Lithium-Absatzvolumen im Gesamtjahr um etwa 15 Prozent steigen wird – zuvor hatte SQM lediglich ein Wachstum von 10 Prozent prognostiziert.

Erholung nach zwei schwierigen Jahren

Die starken Quartalszahlen markieren eine deutliche Trendwende für die Lithiumbranche. Zwei Jahre mit einbrechenden Preisen hatten Produzenten weltweit dazu gezwungen, Kosten zu senken, Projekte zu verschieben und Kapazitäten stillzulegen. Die aktuelle Erholung erfolgt vor dem Hintergrund einer steigenden Nachfrage aus den Bereichen Energiespeicherung und Elektrofahrzeuge, die die globalen Lithiummärkte zunehmend verknappen.

SQM fährt die Produktion gezielt hoch und verfolgt dabei eine klare Strategie: Das Management setzt auf die Maximierung des Ausstoßes bei gleichzeitig niedrigen Kosten, anstatt das Angebot zur Stützung der Preise künstlich zu begrenzen. Diese Haltung unterscheidet SQM von anderen Marktteilnehmern, die eher auf Mengendisziplin setzen.

CEO Ricardo Ramos zeigte sich optimistisch für die weitere Entwicklung des Marktes. Er erklärte, dass die weltweite Lithiumnachfrage bis 2026 auf über 1,9 Millionen Tonnen steigen könnte, was teilweise durch das schnelle Wachstum bei Batterie-Energiespeichersystemen getrieben werde. „Die Marktdynamik deutet weiterhin auf ein knappes Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage hin", so Ramos. „Der positive Preistrend der letzten Monate könnte sich kurzfristig fortsetzen."

Langfristige Strategie: Salar Futuro und Codelco-Partnerschaft

Im Zentrum des langfristigen Wachstumsplans von SQM steht das Projekt „Salar Futuro". Dieses neue Förderkonzept soll den Frischwasserverbrauch senken und die Umweltauswirkungen im Salar de Atacama verringern. Der Salar de Atacama gilt als eine der weltweit bedeutendsten Lithiumlagerstätten und ist für SQMs Kerngeschäft von zentraler Bedeutung.

Für Anleger besonders relevant ist zudem die Partnerschaft des Unternehmens mit dem chilenischen Staatskonzern Codelco. Diese Kooperation verlängert den Betrieb von SQM in der Atacama-Wüste bis zum Jahr 2060 und sichert damit die langfristige Produktionsbasis des Unternehmens. In einer Telefonkonferenz werden Analysten das Management voraussichtlich zu den aktuellen Preistrends und den Perspektiven dieser strategischen Allianz befragen.

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