SQM erwartet Preisanstieg bei Lithium im dritten Quartal
Gewinn bricht ein, Stellenabbau und Partnerschaft mit Codelco geplant

Der chilenische Lithiumproduzent SQM rechnet im dritten Quartal mit steigenden Preisen und höheren Absatzmengen, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen musste. Der weltweit zweitgrößte Produzent von Lithium meldete einen Rückgang des Quartalsgewinns um 59 Prozent, da die Preise für das wichtige Batteriemetall im Jahresvergleich um rund ein Drittel gefallen waren. Der Nettogewinn belief sich auf 88,4 Millionen Dollar und lag damit deutlich unter den Analystenerwartungen von 143,01 Millionen Dollar. Die Erlöse von 1,04 Milliarden Dollar entsprachen hingegen in etwa den Schätzungen.
Konzernchef Ricardo Ramos erklärte, dass die Preise in einigen Fällen die unteren Grenzen der Lieferverträge erreicht hätten, was sich auch auf die vereinbarten Volumina ausgewirkt habe. Details zu möglichen Anpassungen der Verträge wollten die Verantwortlichen nicht bekanntgeben und verwiesen auf Vertraulichkeit. Dennoch prognostiziert das Management einen Anstieg der Verkaufsmenge im dritten Quartal um mindestens zehn Prozent gegenüber dem Vorquartal. Besonders mögliche Angebotskürzungen in China gelten als Hinweis darauf, dass sich die Preise wieder stabilisieren könnten.
Felipe Smith, der kommerzielle Vizepräsident für Lithium bei SQM, betonte, dass die jüngste Preisentwicklung in China auf eine Verbesserung im dritten Quartal hindeute. Auch in anderen asiatischen Märkten außerhalb Chinas sei eine Stärkung der Preise erkennbar, wenn auch langsamer. Der globale Lithiumpreis war seit seinem Höhepunkt Ende 2022 um fast 90 Prozent eingebrochen. Dies hatte zahlreiche Produzenten dazu veranlasst, Personal abzubauen und geplante Investitionen zurückzustellen. SQM selbst leitete im Juni den Abbau von fünf Prozent seiner Belegschaft in Chile ein. Zudem senkte die Ratingagentur Moody’s im Juli den Ausblick des Unternehmens auf „negativ“, begründet mit der Unsicherheit bei den Einnahmen aus dem Lithiumgeschäft.
Das Unternehmen fördert Lithium, Düngemittel und Industriechemikalien auf dem Salzsee Salar de Atacama, der als einer der rohstoffreichsten Standorte weltweit gilt. SQM gab an, dass es sich auf einem guten Weg befinde, bis spätestens Oktober eine Partnerschaft mit dem staatlichen Kupferkonzern Codelco abzuschließen. Die Vereinbarung benötigt noch die Zustimmung der chinesischen Behörden, nachdem bereits andere Länder ihr Einverständnis signalisiert haben.
Darüber hinaus plant SQM eine grundlegende Neuausrichtung seiner Lithiumaktivitäten. Das Unternehmen rechnet mit der Genehmigung eines Großprojekts in der ersten Hälfte des Jahres 2030. Im kommenden Jahr soll dafür ein Umweltverträglichkeitsbericht bei den zuständigen Stellen eingereicht werden.
Der chilenische Lithiumproduzent SQM rechnet im dritten Quartal mit steigenden Preisen und höheren Absatzmengen, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen musste. Der weltweit zweitgrößte Produzent von Lithium meldete einen Rückgang des Quartalsgewinns um 59 Prozent, da die Preise für das wichtige Batteriemetall im Jahresvergleich um rund ein Drittel gefallen waren. Der Nettogewinn belief sich auf 88,4 Millionen Dollar und lag damit deutlich unter den Analystenerwartungen von 143,01 Millionen Dollar. Die Erlöse von 1,04 Milliarden Dollar entsprachen hingegen in etwa den Schätzungen.
Konzernchef Ricardo Ramos erklärte, dass die Preise in einigen Fällen die unteren Grenzen der Lieferverträge erreicht hätten, was sich auch auf die vereinbarten Volumina ausgewirkt habe. Details zu möglichen Anpassungen der Verträge wollten die Verantwortlichen nicht bekanntgeben und verwiesen auf Vertraulichkeit. Dennoch prognostiziert das Management einen Anstieg der Verkaufsmenge im dritten Quartal um mindestens zehn Prozent gegenüber dem Vorquartal. Besonders mögliche Angebotskürzungen in China gelten als Hinweis darauf, dass sich die Preise wieder stabilisieren könnten.
Felipe Smith, der kommerzielle Vizepräsident für Lithium bei SQM, betonte, dass die jüngste Preisentwicklung in China auf eine Verbesserung im dritten Quartal hindeute. Auch in anderen asiatischen Märkten außerhalb Chinas sei eine Stärkung der Preise erkennbar, wenn auch langsamer. Der globale Lithiumpreis war seit seinem Höhepunkt Ende 2022 um fast 90 Prozent eingebrochen. Dies hatte zahlreiche Produzenten dazu veranlasst, Personal abzubauen und geplante Investitionen zurückzustellen. SQM selbst leitete im Juni den Abbau von fünf Prozent seiner Belegschaft in Chile ein. Zudem senkte die Ratingagentur Moody’s im Juli den Ausblick des Unternehmens auf „negativ“, begründet mit der Unsicherheit bei den Einnahmen aus dem Lithiumgeschäft.
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Zur AktienanalyseDas Unternehmen fördert Lithium, Düngemittel und Industriechemikalien auf dem Salzsee Salar de Atacama, der als einer der rohstoffreichsten Standorte weltweit gilt. SQM gab an, dass es sich auf einem guten Weg befinde, bis spätestens Oktober eine Partnerschaft mit dem staatlichen Kupferkonzern Codelco abzuschließen. Die Vereinbarung benötigt noch die Zustimmung der chinesischen Behörden, nachdem bereits andere Länder ihr Einverständnis signalisiert haben.
Darüber hinaus plant SQM eine grundlegende Neuausrichtung seiner Lithiumaktivitäten. Das Unternehmen rechnet mit der Genehmigung eines Großprojekts in der ersten Hälfte des Jahres 2030. Im kommenden Jahr soll dafür ein Umweltverträglichkeitsbericht bei den zuständigen Stellen eingereicht werden.


