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Sport-Scheck meldet Insolvenz: Rückschlag für Signa Holding

Die Krise des Milliardärs René Benko beeinflusst auch den geplanten Verkauf und die Zukunft von Sport-Scheck

Sport-Scheck meldet Insolvenz: Rückschlag für Signa Holding

Die Signa-Holding von Milliardär René Benko steckt in einer schweren Krise, und nun hat sie auch die Sportartikel-Kette Sport-Scheck in ernsthafte Schwierigkeiten gestürzt. Am Donnerstag wird das Unternehmen einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht München einreichen, da die Signa Holding aufgrund ihres eigenen Insolvenzantrags vom Mittwoch ihre vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen kann. Dies hat zur Zahlungsunfähigkeit des Sporthändlers geführt, wie von Sport-Scheck bestätigt wurde.

Die geplante Übernahme von Sport-Scheck durch den britischen Sport- und Modehändler Frasers ist vorerst gescheitert. Vor wenigen Wochen hatte Frasers angekündigt, sich mit der Unternehmenssparte Signa Retail des österreichischen Unternehmers René Benko auf die Übernahme geeinigt zu haben. Allerdings steht der Übernahmeprozess nun wieder offen, da sich weitere potenzielle Investoren für den Kauf von Sport-Scheck interessiert haben. Matthias Rucker, der CEO von Sport-Scheck, sieht diesen Schritt als eine Chance, das Unternehmen gemeinsam mit seinen Vertragspartnern und Gläubigern nachhaltig zu stärken.

Im Insolvenz- und Sanierungsprozess wird Sport-Scheck von Experten der Kanzlei Runkel Rechtsanwälte unterstützt. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird Axel Bierbach aus der Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen sein, wie bisherige Informationen besagen.

Die Geschichte von Sport-Scheck ist geprägt von Verlusten, besonders während der Zeit unter der Eigentümerschaft von Otto, bevor René Benko das Unternehmen vor drei Jahren übernahm und in die Warenhaussparte Signa Retail integrierte, zu der auch Galeria Karstadt Kaufhof gehört. Unter Benkos Führung hatte Matthias Rucker, der CEO von Sport-Scheck, ein ehrgeiziges Programm zur Wende des Unternehmens entwickelt. Hierbei sollten eine umfassende Digitalisierung und die Modernisierung der stationären Läden helfen, das Unternehmen aus den roten Zahlen zu führen und den Umsatz von derzeit etwa 350 Millionen Euro auf 400 Millionen Euro bis 2025 zu steigern.

Allerdings erfordert dieser Weg hohe Investitionen und Unterstützung vom Eigentümer, was nun aufgrund der Liquiditätsprobleme bei der Signa Holding nicht mehr möglich ist. Die schweizerische Signa Retail Selection AG, zu der Sport-Scheck noch gehört, hat bereits einen Antrag auf Nachlassstundung gestellt, während die Muttergesellschaft Signa Holding ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt hat.

Die Zukunft von Sport-Scheck bleibt daher ungewiss, und die Suche nach neuen Investoren wird entscheidend sein, um das Unternehmen voranzubringen und seine langfristige Stabilität sicherzustellen.

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