SpaceX verschiebt Starship V3-Testflug auf Anfang Mai
Elon Musk bestätigte auf X die erneute Verzögerung des nächsten Starship-Testflugs um rund einen Monat.

SpaceX muss den nächsten Testflug seiner neuen Starship-V3-Rakete erneut verschieben. Firmenchef Elon Musk gab auf der Social-Media-Plattform X bekannt, dass der Flug nun in vier bis sechs Wochen stattfinden soll – also voraussichtlich in den ersten beiden Maiwochen 2026. Ursprünglich hatte Musk den April als Zieldatum für das Debüt der neuen Fahrzeuggeneration genannt.
Die Verzögerung der V3-Iteration des Starship zieht sich damit bereits über mehrere Monate hin. Als Grund nennt SpaceX die Integration von Dutzenden technischer Upgrades, die das Fahrzeug zuverlässiger und einsatzfähiger für anspruchsvolle NASA-Missionen machen sollen. Besonders im Fokus steht dabei die Mondlandung im Rahmen des Artemis-Programms, für das SpaceX das Starship als Mondlandefähre ausgewählt wurde.
Der bislang letzte Testflug des Starship – der elfte in der Gesamthistorie des Programms – fand im Oktober 2025 statt. Seitdem hat SpaceX intensiv an der neuen V3-Version gearbeitet.
Was das Starship so besonders macht
Das Starship ist die Rakete der nächsten Generation von SpaceX und auf vollständige Wiederverwendbarkeit ausgelegt. Im Vergleich zur bewährten Falcon-9-Rakete kann das Starship deutlich größere Nutzlasten in den Orbit befördern. Das System besteht aus dem eigentlichen Raumschiff – dem sogenannten "Ship" – sowie dem Super-Heavy-Booster als erster Stufe. Beide Komponenten sollen nach dem Flug vollständig wiederverwendet werden können, was die Startkosten langfristig drastisch senken soll.
Die technische Komplexität des Projekts spiegelt sich in den wiederholten Verschiebungen wider. Jede neue Iteration bringt zahlreiche Verbesserungen mit sich, die vor dem nächsten Testflug sorgfältig validiert werden müssen. Für die NASA ist die Zuverlässigkeit des Systems entscheidend, da das Starship als Mondlandefähre für die Artemis-III-Mission vorgesehen ist, bei der erstmals seit den Apollo-Missionen wieder Menschen den Mond betreten sollen.
SpaceX plant auch Börsengang mit Rekord-Bewertung
Abseits der technischen Entwicklungen sorgt SpaceX auch für wirtschaftliche Schlagzeilen. Wie Reuters am Mittwoch berichtete, hat das Unternehmen vertraulich einen Antrag auf einen US-Börsengang eingereicht. Damit ist der Weg für ein potenziell historisches Börsendebüt geebnet. SpaceX strebt dabei eine Bewertung von mehr als 1,75 Billionen US-Dollar an – was den Börsengang zum möglicherweise größten in der Geschichte der Kapitalmärkte machen würde.
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Zur AktienanalyseSpaceX hat seinen Hauptsitz in Starbase, Texas – einem Ort, der nach der firmeneigenen Startanlage benannt wurde. Das Unternehmen ist bislang nicht börsennotiert, weshalb Privatanleger bisher keinen direkten Zugang zu SpaceX-Aktien hatten. Ein IPO würde dies grundlegend ändern und dürfte auf enormes Interesse bei institutionellen wie privaten Investoren weltweit stoßen.
Für die Raumfahrtbranche insgesamt ist das Starship-Programm von zentraler Bedeutung. Es soll langfristig nicht nur Mondmissionen ermöglichen, sondern auch als Transportmittel für Marsmissionen dienen – ein erklärtes Ziel von Elon Musk. Der nächste Testflug Anfang Mai wird zeigen, ob die zahlreichen Upgrades der V3-Version die erhofften Verbesserungen in Zuverlässigkeit und Leistung bringen.


