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SpaceX tritt dem Nasdaq-100 bei – das bedeutet es für Anleger

Ab Dienstag ist SpaceX offiziell im Nasdaq-100 – Indexfonds-Anleger werden automatisch investiert, ob sie wollen oder nicht.

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SpaceX tritt dem Nasdaq-100 bei – das bedeutet es für Anleger

SpaceX wird am Dienstag offiziell in den Nasdaq-100 aufgenommen. Damit werden Anleger, die Anteile an indexgebundenen Fonds halten, automatisch in Elon Musks Unternehmen investiert sein – unabhängig davon, ob sie das aktiv angestrebt haben oder nicht.

Betroffen sind Publikumsfonds und ETFs mit einem verwalteten Gesamtvermögen von 800 Milliarden US-Dollar, die den Technologie-Leitindex der Nasdaq abbilden. Dazu zählt auch der weitverbreitete Invesco QQQ ETF. Diese Fonds werden SpaceX-Aktien zum Schlusskurs vom Montag erwerben, um die Wertentwicklung des Index korrekt widerzuspiegeln.

Die Aufnahme erfolgte im Eilverfahren – ermöglicht durch neue Nasdaq-Regeln, die eine schnellere Aufnahme neu börsennotierter Megacap-Unternehmen vorsehen. SpaceX hatte seinen Börsengang erst im vergangenen Monat vollzogen und profitiert nun unmittelbar von dieser Regeländerung.

Warum SpaceX trotz Billionen-Bewertung nur ein kleines Indexgewicht hat

Obwohl SpaceX mit einer Marktkapitalisierung von 2,1 Billionen US-Dollar zu den wertvollsten Unternehmen der USA zählt, wird es im Nasdaq-100 zunächst kein Schwergewicht sein. Der Grund liegt in der Struktur des Börsengangs: SpaceX hat beim IPO weniger als 5 Prozent seiner gesamten Aktien an den Markt gebracht.

Hinzu kommen Lock-up-Fristen, die Mitarbeiter für mehrere Monate oder länger daran hindern, ihre Aktien zu verkaufen. Dadurch zirkuliert derzeit nur ein sehr kleiner Bruchteil der Unternehmensanteile im freien Handel – der sogenannte Free Float ist entsprechend gering.

Die Nasdaq berechnet die Indexgewichtungen auf Basis dieses Streubesitzes, also der Anzahl der öffentlich handelbaren Aktien. Dabei wird die Gewichtung auf das Dreifache der streubesitzbereinigten Marktkapitalisierung begrenzt. Für SpaceX bedeutet das konkret: Das Unternehmen wird anfangs eher wie ein 300-Milliarden-Dollar-Unternehmen behandelt – und nicht wie ein 2-Billionen-Dollar-Konzern.

Was das für Anleger in der Praxis bedeutet

Die anfängliche Indexgewichtung von SpaceX im Nasdaq-100 wird bei weniger als 1 Prozent liegen. Wer also einen ETF wie den Invesco QQQ hält, wird zwar automatisch ein SpaceX-Engagement aufbauen – dieses fällt jedoch zunächst sehr überschaubar aus.

Für deutsche Privatanleger, die über gängige ETFs in den Nasdaq-100 investiert sind, ändert sich damit kurzfristig wenig an der Portfoliostruktur. Dennoch ist die Aufnahme ein historischer Schritt: SpaceX ist eines der ersten großen privaten Raumfahrt- und KI-Unternehmen, das den Sprung in einen der bedeutendsten Technologieindizes der Welt schafft. Mit steigendem Free Float – etwa wenn Lock-up-Fristen auslaufen – könnte das Gewicht von SpaceX im Index künftig deutlich zunehmen.

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