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SpaceX: Short-Interesse steigt auf 25 Milliarden Dollar vor Erstquartalsbericht

Kurz vor dem ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen wetten Leerverkäufer massiv gegen SpaceX – mit 32 Prozent des Streubesitzes.

Vor dem ersten Quartalsbericht von SpaceX als börsennotiertes Unternehmen hat das Short-Interesse an der Aktie ein beeindruckendes Ausmaß erreicht. Laut Daten des Analysehauses S3 Partners halten Leerverkäufer derzeit rund 206 Millionen Aktien short – das entspricht etwa 32 Prozent des frei handelbaren Streubesitzes. Der Gesamtwert dieser Wetten gegen das Unternehmen beläuft sich auf rund 25 Milliarden US-Dollar.

Der Anstieg des Short-Interesses vollzog sich in einem bemerkenswert kurzen Zeitraum. Noch vor einem Monat lag die Zahl der leerverkauften Aktien bei lediglich rund 40 Millionen, was einem Anteil von fünf bis sieben Prozent des Streubesitzes entsprach. In der vergangenen Woche war die Zahl bereits auf 185 Millionen Aktien (29 Prozent des Streubesitzes) gestiegen. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass institutionelle Investoren ihre Positionen gezielt vor den bevorstehenden Finanzergebnissen aufbauen.

Erster Quartalsbericht als entscheidender Katalysator

Als zentrales Datum gilt der 4. August, an dem SpaceX nach US-Börsenschluss seinen ersten Quartalsbericht als öffentlich gehandeltes Unternehmen veröffentlichen will. Für Anleger ist dieser Bericht von besonderer Bedeutung: Er liefert erstmals einen transparenten Einblick in die operative Leistung und finanzielle Gesundheit des Unternehmens seit dem Börsengang (IPO).

Die Aktie hat zuletzt Volatilität gezeigt. Nach einer sieben Handelstage andauernden Verlustserie legte das Papier am Dienstag um drei Prozent auf 124 US-Dollar zu. Dennoch notiert die Aktie weiterhin unterhalb des IPO-Ausgabepreises von 135 US-Dollar – ein Zeichen für den anhaltenden Druck nach dem Börsengang.

Bullen gegen Bären: Ein gespaltener Markt

Die aktuelle Marktsituation ist von einer tiefen Spaltung zwischen Optimisten und Skeptikern geprägt. Befürworter des Unternehmens verweisen auf SpaceX' dominante Stellung im globalen Raketenstart-Markt, die rasante Expansion des Starlink-Satelliten-Internetnetzwerks sowie strategische Investitionen in Künstliche Intelligenz als langfristige Wachstumstreiber. Die Analysten der Investmentbank Macquarie bekräftigten zuletzt ihr „Outperform"-Rating und empfahlen Anlegern, den jüngsten Kursrückgang als Kaufgelegenheit zu nutzen.

Skeptiker hingegen zweifeln daran, ob die aktuelle Bewertung des Unternehmens nicht bereits zu viel zukünftiges Wachstum einpreist. Zusätzliche Sorgen bereitet das bevorstehende Auslaufen von Lock-up-Fristen – jener Sperrfristen, die Insider nach einem Börsengang daran hindern, ihre Aktien zu verkaufen. Ein Ablauf dieser Fristen könnte das Angebot an handelbaren Aktien erhöhen und weiteren Abwärtsdruck auf den Kurs erzeugen.

Musk kontert Leerverkäufer öffentlich

SpaceX-Chef Elon Musk reagierte auf die wachsende Zahl der Wetten gegen sein Unternehmen mit gewohnter Direktheit. Auf seiner Social-Media-Plattform X erklärte Musk, dass diejenigen, die gegen SpaceX wetten, eine „sehr geringe" Überlebenschance hätten und letztlich ihr eingesetztes Kapital verlieren würden.

Diese öffentliche Reaktion unterstreicht die konfrontative Natur der aktuellen Marktdynamik. Während Musk das Vertrauen in die Unternehmensentwicklung demonstriert, signalisiert das hohe Short-Volumen, dass ein erheblicher Teil des Marktes skeptisch bleibt oder zumindest Zweifel hegt, ob SpaceX die hohen Erwartungen seiner Bewertung erfüllen kann.

Mit einem Short-Anteil von 32 Prozent des Streubesitzes und dem Quartalsbericht am 4. August steht SpaceX vor einem entscheidenden Moment. Das Ergebnis könnte entweder die bullishe Sichtweise der Analysten bestätigen oder den Leerverkäufern Auftrieb geben – und damit den Ton für das nächste Kapitel des Unternehmens als börsennotierte Gesellschaft setzen.

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