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SpaceX-Raketenoberstufe schlägt auf dem Mond auf

Ein Teil einer Falcon-9-Rakete trifft die Mondoberfläche – Wissenschaftler weisen Natrium und Lithium in der Staubwolke nach.

6. August 2026 2 Min
SpaceX-Raketenoberstufe schlägt auf dem Mond auf

Eine Oberstufe einer SpaceX-Falcon-9-Rakete ist am frühen Mittwochmorgen auf dem Mond aufgeschlagen. Der Aufprall war von Wissenschaftlern bereits im Voraus verfolgt worden und kam daher nicht überraschend. Dennoch lieferte das Ereignis wertvolle wissenschaftliche Daten.

Die Europäische Südsternwarte (ESO), eine multinationale Organisation, die Forschungsteleskope betreibt, meldete sich kurz nach dem Einschlag zu Wort. Über den sozialen Netzwerkdienst Bluesky teilte die ESO mit, dass sie in der beim Aufprall entstandenen Staubwolke Natrium- und Lithiumsignaturen nachgewiesen habe. „Das Natrium stammt wahrscheinlich aus dem Mondboden, während das Lithium von der Rakete selbst stammen könnte", erklärte die Organisation.

Wissenschaftliche Bedeutung des Einschlags

Der Nachweis dieser chemischen Elemente in der Staubwolke gibt Forschern Einblicke sowohl in die Zusammensetzung des Mondbodens als auch in die Materialien, aus denen die Rakete selbst bestand. Natrium als natürlicher Bestandteil des Mondbodens ist dabei besonders interessant für die Planetenwissenschaft. Lithium hingegen deutet auf Rückstände der Raketenkonstruktion hin.

Die betroffene Raketenoberstufe hatte im vergangenen Jahr eine wichtige Mission erfüllt: Sie half dabei, zwei private Frachtlander zum Mond zu befördern. Eines dieser Geräte war der sogenannte Blue Ghost von Firefly Aerospace, der erfolgreich auf der Mondoberfläche aufsetzte. Nach Abschluss ihrer Mission verblieb die Oberstufe auf einer Umlaufbahn, die schließlich zum Aufprall auf dem Mond führte.

SpaceX-Aktien unter Druck

Parallel zum kosmischen Ereignis gerieten die Aktien von SpaceX am Mittwoch an den irdischen Finanzmärkten unter Druck und verzeichneten deutliche Verluste. SpaceX ist als privates Unternehmen nicht börsennotiert, jedoch existieren handelbare Anteile über bestimmte Plattformen und Fonds, die Privatanlegern Zugang zum Unternehmen ermöglichen.

Die Falcon-9-Rakete ist das Arbeitspferd von SpaceX und wird regelmäßig für kommerzielle, wissenschaftliche und staatliche Missionen eingesetzt. Raketenoberstufen, die nach dem Einsatz nicht kontrolliert zur Erde zurückgeführt werden, verbleiben häufig im Weltraum und können nach Monaten oder Jahren auf andere Himmelskörper treffen. Dieses Phänomen wird von der Wissenschaft zunehmend als Gelegenheit genutzt, um Mondgestein und -boden zu analysieren.

Die ESO mit ihren leistungsstarken Teleskopen ist in der Lage, solche Ereignisse aus großer Entfernung zu beobachten und chemische Signaturen in entstehenden Staubwolken zu identifizieren. Die Erkenntnisse aus diesem Einschlag könnten dazu beitragen, das Wissen über die Zusammensetzung der Mondoberfläche weiter zu vertiefen.

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