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SpaceX plant 10.000 Raketenstarts pro Jahr – FAA fordert mehr Zuverlässigkeit

SpaceX will innerhalb von fünf Jahren 10.000 Starts jährlich erreichen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA stellt klare Bedingungen.

SpaceX plant 10.000 Raketenstarts pro Jahr – FAA fordert mehr Zuverlässigkeit

SpaceX verfolgt ein beispielloses Ziel: Innerhalb von fünf Jahren will das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk 10.000 Raketenstarts pro Jahr durchführen. Das geht aus Aussagen von FAA-Administrator Bryan Bedford hervor, der sich mit SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell getroffen hat. Shotwell informierte Bedford dabei persönlich über die ambitionierte Fünfjahresvision des Unternehmens.

Zum Vergleich: Im Jahr 2025 führte SpaceX insgesamt 170 Starts durch und brachte dabei rund 2.500 Satelliten ins All. Eine Steigerung auf 10.000 Starts jährlich würde eine Vervielfachung der aktuellen Kapazität um das fast 60-Fache bedeuten – ein Vorhaben, das selbst für das bislang erfolgreichste private Raumfahrtunternehmen der Welt als außerordentlich ehrgeizig gilt.

Elon Musk selbst äußerte sich in einem Video-Interview mit Forbes, das diese Woche ausgestrahlt wurde, zu den Plänen. Er erklärte, dass SpaceX bereits 10.000 Satelliten im Orbit habe und letztlich 10.000 Kommunikationssatelliten pro Jahr starten wolle – nannte dabei jedoch keinen konkreten Zeitrahmen.

FAA setzt klare Bedingungen

Die US-Luftfahrtbehörde FAA, die alle kommerziellen Weltraumstarts in den Vereinigten Staaten lizenziert, zeigt sich zwar gesprächsbereit, stellt aber unmissverständliche Anforderungen. „Wir müssen eine deutlich höhere Zuverlässigkeit sehen", sagte Bedford gegenüber Reportern im Anschluss an ein Branchenforum in Arlington, Virginia. Die FAA erlegt Beschränkungen auf, um sicherzustellen, dass Starts oder Unfälle im Weltraum den zivilen Passagierflugverkehr nicht beeinträchtigen.

Bedford beschrieb das Treffen mit Shotwell als konstruktiv: „Wir haben ein sehr offenes Gespräch geführt; wir werden uns fordern müssen, und sie werden ihre Zuverlässigkeit steigern müssen." Ziel des Treffens sei es gewesen, die bestehenden Einschränkungen zu erörtern und gemeinsam zu planen, wie man sich für ein derart ehrgeiziges Ziel aufstellen könne.

Ein konkretes Problem: Um Sicherheitsbedenken zu begegnen, muss die FAA zum Zeitpunkt eines Starts Flüge in bestimmten Gebieten untersagen. Bedford räumte ein, dass dies „sehr störend sein kann". Die Behörde prüft daher Daten früherer Starts, um Risiken besser zu verstehen und Genehmigungsverfahren effizienter zu gestalten.

Politischer Rückenwind durch Mondmission-Ziel

Bedford verwies auch auf den politischen Kontext: US-Präsident Donald Trump wolle noch vor 2028 den Mond erreichen. „Um das zu erreichen, müssen wir mit der Industrie zusammenarbeiten, um diese Innovationen freizusetzen", betonte der FAA-Administrator. Dies verleiht der Zusammenarbeit zwischen Behörde und SpaceX eine zusätzliche politische Dringlichkeit.

Gleichzeitig warnte Bedford vor einer möglichen Engpasssituation bei der FAA selbst. „Ich kann mir eine Zukunft vorstellen, in der wir der limitierende Faktor sein werden, weil wir nicht genug Mittel in unser Weltraumteam investieren", sagte er offen. Derzeit sei die FAA jedoch nicht der bremsende Faktor bei Weltraumstarts.

Die Pläne von SpaceX gehen noch weiter: Im Januar erklärte das Unternehmen, eine Konstellation von einer Million Satelliten starten zu wollen, die die Erde umkreisen und mithilfe von Solarenergie KI-Rechenzentren mit Strom versorgen sollen. SpaceX reagierte auf eine Anfrage zur Stellungnahme zu den jüngsten Aussagen Bedfords zunächst nicht.

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