ANZEIGE

SpaceX-Optionen: Wall Street wettet auf massive Kursverdreifachung

Ein mysteriöser Großinvestor hält über 450.000 offene Positionen auf einen $330-Call – bei einem aktuellen Kurs weit darunter.

•• 3 Min
SpaceX-Optionen: Wall Street wettet auf massive Kursverdreifachung

An der Wall Street sorgt ein ungewöhnliches Muster im Optionshandel rund um SpaceX für Aufsehen. Mehr als 450.000 offene Positionen auf einen Call-Optionsschein mit einem Basispreis von $330 – fällig am Freitag – haben Analysten und Marktteilnehmer aufhorchen lassen. Das ist mindestens siebenmal so viele offene Kontrakte wie beim nächstbeliebtesten Kontrakt, wie eine CNBC-Analyse von Optionsfluss-Daten mehrerer Anbieter zeigt.

Besonders auffällig: Je weiter der SpaceX-Kurs gefallen ist, desto beliebter wurde dieser weit aus dem Geld liegende Call. Das widerspricht auf den ersten Blick der gängigen Marktlogik – denn mit sinkendem Kurs sinkt auch die Wahrscheinlichkeit einer Auszahlung. SpaceX hat seit seinem Höchststand mehr als 40 Prozent an Wert verloren.

Großinstitution hinter den Käufen vermutet

Brent Kochuba, Gründer der Optionsfluss-Plattform SpotGamma, hat die Handelsdaten genauer unter die Lupe genommen. Seine Analyse zeigt, dass die Käufe weder von einem Hedgefonds noch von Kleinanlegern oder Market-Makern stammen dürften. „Ich vermute, dass Banken diese Calls zur Absicherung halten, möglicherweise gegen eine Art strukturiertes Produkt oder ein anderes Short-Engagement, das sie haben", sagte Kochuba. „Es muss sich um eine Art Margin-Absicherung von jemandem handeln, der die Aktie leerverkauft hat oder auf fallende Volatilität setzt oder Ähnliches."

Allein am Montag wurde der $330-Call rund 90.000 Mal in Hunderten von Transaktionen unterschiedlicher Größe gehandelt – von 100er-Paketen bis hin zu Tausenden gleichzeitig. Der Gesamtwert dieser Käufe belief sich laut SpotGamma-Daten auf etwa 2,2 Millionen US-Dollar. Bei einem Durchschnittspreis von rund 30 Cent pro Kontrakt nähert sich das gesamte Open Interest des Kontrakts der Marke von 20 Millionen US-Dollar.

SpaceX ist dabei keine gewöhnliche Aktie. Mit einer impliziten Volatilität von 133 ist das Unternehmen – gemessen an ThinkOrSwim-Daten – volatiler als jeder Wert im S&P 500, mit Ausnahme von Sandisk. Die Marktkapitalisierung des Raumfahrt- und Satellitenunternehmens von Elon Musk liegt bei 1,5 Billionen US-Dollar. Unmittelbar nach dem Börsengang im Juni wurden SpaceX-Optionen im Wert von Milliarden US-Dollar gehandelt, und weit aus dem Geld liegende Calls waren von Anfang an eine beliebte Strategie.

Quartalszahlen und Insiderfrist als Kurstreiber

Die Spannung nimmt in dieser Woche noch zu: SpaceX legt am Dienstag nach Börsenschluss seine ersten Quartalszahlen seit dem Börsengang im Juni vor. Der Optionsmarkt impliziert eine Kursschwankung von 14 Prozent nach Bekanntgabe der Ergebnisse. Normalerweise lässt die Volatilität nach Quartalszahlen nach – doch da die Sperrfrist für SpaceX-Insider zwei Tage nach den Zahlen endet, dürfte die Marktspannung hoch bleiben.

Jay Pestrichelli, Chief Trading Officer der Tidal Financial Group – einem ETF-Schwergewicht mit einem verwalteten Vermögen von fast 60 Milliarden US-Dollar – hat die Mathematik hinter den Kontrakten durchgerechnet. Demnach könnte der ideale Punkt für eine Profitabilität der Calls bereits bei einem Kurs von etwa $215 bis Mittwochmorgen erreicht sein. „Unter Berücksichtigung einiger mathematischer Annahmen könnte eine Rallye auf $100 bis Mittwochmorgen profitabel sein", sagte Pestrichelli. „Es ist kein spekulativer Glückstreffer – man kauft nicht den höchsten Basispreis in der Kette, es sei denn, man versucht, die Kosten für eine Absicherung zu senken."

Für deutsche Privatanleger ist die Situation ein anschauliches Beispiel dafür, wie institutionelle Marktteilnehmer Optionen nicht primär zur Spekulation, sondern zur Risikoabsicherung einsetzen. Wer eine Short-Position auf SpaceX hält oder auf fallende Volatilität gesetzt hat, kann mit solchen weit aus dem Geld liegenden Calls das Risiko eines plötzlichen Kursanstiegs kostengünstig absichern. Die gesamte Situation sollte dennoch mit einer gehörigen Portion Skepsis betrachtet werden – denn ob die Calls tatsächlich ins Geld laufen, bleibt angesichts des aktuellen Kursniveaus mehr als fraglich.

Spacex OptionenSpacex Call-OptionsscheinWall Street SpacexSpacex QuartalszahlenOptionshandel AbsicherungSpacex BörseImplizite Volatilität

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  3. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  4. Pieper sieht veränderte Marktstruktur als Treiber heftiger Kursausschläge
  5. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.