ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

SpaceX nach Börsengang: Milliardenverluste und ein gravierendes Lichtverschmutzungsproblem

Nach dem IPO am 12. Juni erreichte SpaceX kurzzeitig eine Marktkapitalisierung über Microsoft und Amazon – doch nun drohen massive Probleme.

SpaceX nach Börsengang: Milliardenverluste und ein gravierendes Lichtverschmutzungsproblem

Space Exploration Technologies (SpaceX) sorgte nach seinem Börsengang am 12. Juni für Aufsehen: Innerhalb von nur fünf Handelstagen erreichte das Unternehmen von Elon Musk kurzzeitig eine Marktkapitalisierung, die sowohl Microsoft als auch Amazon übertraf. Seitdem ist die Aktie jedoch um 18 % unter ihr Intraday-Hoch gefallen – und das aus gutem Grund.

Denn trotz eines Gewinns im Jahr 2024 meldete SpaceX für das Jahr 2025 einen operativen Verlust von 2,59 Milliarden US-Dollar. Für das erste Quartal 2026 – die drei Monate bis zum 31. März 2026 – belief sich der operative Verlust auf weitere 1,94 Milliarden US-Dollar. Die Zahlen zeigen, dass das Unternehmen trotz seiner ambitionierten Wachstumsstrategie erhebliche finanzielle Belastungen trägt.

Viele Investoren sind dennoch bereit, diese Verluste zu akzeptieren. Der Grund: SpaceX verfügt über ein breites Ökosystem aus Wachstumstreibern. Dazu zählen das Starlink-Satellitennetzwerk in der niedrigen Erdumlaufbahn, KI-gestützte Aktivitäten über xAI, die Social-Media-Plattform X sowie – und das gilt als besonders bedeutsam – das Ziel, potenziell Millionen von KI-Rechensatelliten in orbitalen Rechenzentren einzusetzen.

Starlink dominiert den Orbit

SpaceX beendete das Jahr 2025 mit 9.600 Starlink-Breitband- und Mobilfunksatelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn. Das entspricht rund 75 % aller aktiven manövrierfähigen Satelliten im Orbit, gemessen zum Stand vom 31. März 2026. Diese Dominanz ist beeindruckend – doch sie bringt auch Verantwortung mit sich.

Eine der größten Herausforderungen bei der Expansion von Starlink war die Reduzierung der Lichtverschmutzung. SpaceX begegnet diesem Problem durch den Einsatz von Komponenten mit niedriger Albedo, Spiegeln zur Minimierung von Helligkeit und Reflexionen sowie durch das Drehen der Solarmodule während der kritischen Dämmerungsstunden. Da sich die Starlink-Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn befinden, treten sie zudem in den Erdschatten ein – was sie nachts für das bloße Auge unsichtbar macht.

Das eklatante Problem: KI-Satelliten in sonnensynchroner Umlaufbahn

Genau hier beginnt das eigentliche Problem. Der S-1-Börsenprospekt von SpaceX bei der US-Börsenaufsicht SEC erwähnt ausdrücklich die Nutzung einer sonnensynchronen Umlaufbahn (SSO) für KI-Rechensatelliten. Sonnensynchrone Satelliten umkreisen die Erde über die Pole, um eine konsistente Erfassung von Solarenergie zu gewährleisten – unerlässlich für energieintensive Rechenzentren im All.

Doch dieser Ansatz unterscheidet sich grundlegend von den Starlink-Satelliten. SSO-Satelliten fliegen höher und befinden sich dauerhaft im Sonnenlicht – auch nachts. Sie würden das Sonnenlicht rund um die Uhr reflektieren und wären damit für das bloße Auge deutlich sichtbar. Der großflächige Einsatz solcher Satelliten würde den Nachthimmel faktisch ruinieren und nach Einschätzung von Experten die größte Herausforderung für die Astronomie in der Geschichte darstellen.

Die Maßnahmen, die bei Starlink-Satelliten zur Reduzierung der Lichtverschmutzung eingesetzt werden – das Wegkippen der Solarmodule und die Nutzung des Erdschattens – sind für SSO-Satelliten schlicht nicht anwendbar. Das macht das Problem strukturell schwer lösbar.

Zwei mögliche Lösungsansätze

Im Wesentlichen gibt es zwei Wege, das Problem der Himmelsbeeinträchtigung durch KI-Satelliten zu adressieren:

Tarnumhang-Technologie:

Die Entwicklung einer Art optischer Abschirmung, die die Sichtbarkeit für das bloße Auge verringert, ohne die Solarenergieerzeugung zu beeinträchtigen. Starlink hat bereits Fortschritte durch Komponenten mit niedriger Albedo, schwarzen Schaumstoff und schwarze Farbe erzielt – doch diese Maßnahmen greifen nur in Kombination mit dem Erdschatten und dem Kippen der Solarmodule, beides für SSO-Satelliten nicht möglich.

Energiespeicherlösungen:

Der Einsatz von Batteriespeichern – möglicherweise sogar von Tesla – würde es erlauben, die SSO-Umlaufbahn zu vermeiden. Allerdings würden Energiespeicher die Satelliten schwerer und den Start teurer machen sowie potenziell die Nutzungsdauer der Satelliten aufgrund der Batteriepakete verkürzen.

Angesichts des erheblichen Widerstands, dem etwa Offshore-Windparks durch Anwohner und Unternehmen ausgesetzt sind, lässt sich erahnen, welchen gesellschaftlichen und regulatorischen Gegenwind ein durch Satelliten dauerhaft erleuchteter Nachthimmel auslösen könnte. Für Anleger, die auf SpaceX setzen, bleibt dieses strukturelle Problem ein wesentlicher Risikofaktor, der die ambitionierten Pläne für orbitale Rechenzentren ernsthaft gefährden könnte.

SpacexBörsengang IpoStarlink SatellitenKi-RechensatellitenLichtverschmutzungSonnensynchrone UmlaufbahnOrbitale RechenzentrenElon Musk

Disclaimer