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SpaceX nach Börsengang: 4,28 Milliarden Dollar Verlust im Quartal

Nach dem Börsengang offenbart SpaceX massive Verluste – und der Haupttreiber überrascht viele Anleger.

SpaceX nach Börsengang: 4,28 Milliarden Dollar Verlust im Quartal

SpaceX hat im ersten Quartal 2026 einen Nettoverlust von 4,28 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 4,7 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Das geht aus dem Börsenprospekt des Unternehmens hervor, das nach seinem fulminanten Börsengang nun zu den verlustreichsten Unternehmen der Welt zählt. Die Zahlen zeigen: Die Verluste wachsen schneller als der Umsatz.

Auf das Gesamtjahr 2026 hochgerechnet steuert SpaceX auf einen Verlust von rund 17 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von etwa 19 Milliarden US-Dollar zu. Das ist ein drastischer Kontrast zum Jahr 2024, als das Unternehmen bei einem Umsatz von 14 Milliarden US-Dollar noch einen knappen Gewinn von 756 Millionen US-Dollar erzielen konnte. Für das Gesamtjahr 2025 weist der Börsenprospekt einen Verlust von 4,94 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar aus.

SpaceX ist in Wirklichkeit eine KI-Aktie

Was steckt hinter den explodierenden Verlusten? Der Blick in den Börsenprospekt liefert eine überraschende Antwort: SpaceX ist weder primär eine Raketen-Aktie noch eine Satelliten-Aktie – obwohl beide Bereiche für das langfristige Wachstum entscheidend sind. Das Unternehmen positioniert sich selbst als KI-Unternehmen.

„Wir glauben, dass wir den größten erschließbaren Gesamtmarkt in der Geschichte der Menschheit identifiziert haben", schreibt SpaceX im Prospekt. Das Unternehmen beziffert seinen quantifizierbaren Total Addressable Market (TAM) – also den gesamten adressierbaren Markt – auf 28,5 Billionen US-Dollar. Weniger als 10 Prozent davon entfallen auf Starlink-Internetsatelliten oder die Raketenentwicklung. Fast alles dreht sich um Künstliche Intelligenz.

Das KI-Segment erwirtschaftete im vergangenen Jahr lediglich 3,2 Milliarden US-Dollar Umsatz – doch die Investitionen in diesen Bereich sind enorm. Als konkretes Beispiel nennt der Prospekt die Übernahme von Anysphere, dem Start-up hinter dem KI-Codierungsassistenten Cursor, in einem Deal im Wert von 60 Milliarden US-Dollar. Diese massiven Ausgaben erklären, warum die Nettoverluste derzeit so stark ansteigen.

Analysten mit astronomischen Prognosen

Trotz der aktuellen Verluste zeigen sich Analysten großer Banken äußerst optimistisch. Morgan Stanley prognostiziert, dass SpaceX bis 2040 einen Umsatz von 3,4 Billionen US-Dollar erwirtschaften wird. Goldman Sachs erwartet, dass der Umsatz bereits bis 2030 die Marke von 300 Milliarden US-Dollar überschreiten wird.

Allerdings ist ein wichtiger Hinweis angebracht: Beide Banken fungierten als Konsortialführer beim Börsengang von SpaceX. Sie haben damit möglicherweise interne Anreize, das Wachstumspotenzial des Unternehmens besonders positiv darzustellen. Anleger sollten diese Prognosen daher mit einer gewissen Vorsicht bewerten.

Für deutsche Privatanleger ist die Situation bei SpaceX ein klassisches Beispiel für ein hochriskantes Wachstumsunternehmen: massive Investitionen in die Zukunft auf Kosten der kurzfristigen Profitabilität. Ob die KI-Wette aufgeht und die Verluste sich in Gewinne verwandeln, bleibt abzuwarten. Die Beschleunigung der Nettoverluste im laufenden Jahr 2026 zeigt jedoch, dass der Weg dorthin noch lang und kostspielig sein dürfte.

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