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SpaceX mit 30 Billionen Dollar bewertet: Ist Ron Barons Wette realistisch?

Milliardär Ron Baron hält SpaceX für das wertvollste Unternehmen der Zukunft – doch Skepsis ist angebracht.

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SpaceX mit 30 Billionen Dollar bewertet: Ist Ron Barons Wette realistisch?

Milliardär Ron Baron wagt eine der gewagtesten Prognosen der Finanzwelt: SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, könnte bis zum Jahr 2040 einen Wert von 30 Billionen US-Dollar erreichen. Diese Einschätzung äußerte Baron im Vorfeld des mit Spannung erwarteten Börsengangs von SpaceX. Analysten und Beobachter reagieren auf diese Zahl mit erheblicher Skepsis.

Ron Baron ist bekannt für seine langfristigen, konzentrierten Wetten auf einzelne Unternehmer und Unternehmen. Seine Bewunderung für Elon Musk ist dabei kaum zu übersehen: Baron bezeichnet Musk als die wichtigste Person, der er je begegnet ist. Diese persönliche Überzeugung spiegelt sich direkt in seinem Investmentportfolio wider.

Ron Baron geht eine gewaltige Wette ein

Im Baron Partners Fund (BPTRX) machen Tesla (TSLA) und SpaceX zusammen rund 40 Prozent des gesamten Fondsvolumens aus. Das ist eine außergewöhnlich hohe Konzentration auf zwei Unternehmen, die beide eng mit der Person Elon Musk verknüpft sind. Für Anleger bedeutet das: Der Fonds steht und fällt in erheblichem Maße mit Musks unternehmerischem Erfolg.

Tesla ist bereits an der Börse notiert und zählt zu den bekanntesten Aktien weltweit. SpaceX hingegen ist bislang ein privates Unternehmen, dessen Börsengang jedoch zunehmend konkreter wird. Ein IPO von SpaceX würde zu den bedeutendsten Börsengängen der Geschichte zählen und das Interesse institutioneller wie privater Anleger weltweit auf sich ziehen.

Warum die 30-Billionen-Prognose skeptisch stimmt

Eine Bewertung von 30 Billionen US-Dollar wäre historisch beispiellos. Zum Vergleich: Das gesamte Bruttoinlandsprodukt der USA lag zuletzt bei rund 27 Billionen Dollar. Ein einzelnes Unternehmen, das mehr wert ist als die gesamte US-Wirtschaftsleistung eines Jahres – das ist eine Vorstellung, die selbst optimistischen Investoren schwer fällt.

Die Quelle der Skepsis liegt nicht allein in der schieren Größe der Zahl. Prognosen über Jahrzehnte hinweg sind grundsätzlich mit enormer Unsicherheit behaftet. Technologische, regulatorische und geopolitische Entwicklungen können Geschäftsmodelle grundlegend verändern – in beide Richtungen. Wer heute auf SpaceX setzt, wettet nicht nur auf ein Unternehmen, sondern auf eine Vision, die noch in weiten Teilen Zukunftsmusik ist.

Für deutsche Privatanleger ist die Situation besonders interessant: SpaceX ist derzeit nicht direkt investierbar. Wer an Musks Raumfahrtambitionen partizipieren möchte, kann dies bislang nur indirekt – etwa über Fonds wie den Baron Partners Fund oder über Tesla-Aktien. Mit einem möglichen Börsengang von SpaceX könnte sich das ändern und eine völlig neue Anlageklasse entstehen.

Barons Wette bleibt damit das, was sie ist: ein mutiges Statement eines überzeugten Langfristinvestors. Ob die Rechnung aufgeht, wird die Zeit zeigen – und der Markt wird das letzte Wort haben.

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