SpaceX-Leerverkäufer erzielen 15,5 Milliarden Dollar Buchgewinn
Nach dem spektakulären Kursanstieg beim Börsengang korrigiert die SpaceX-Aktie stark – zum Vorteil der Leerverkäufer.

Leerverkäufer, die gegen die SpaceX-Aktie (NASDAQ: SPCX) gewettet haben, können sich über enorme Buchgewinne freuen. Laut Daten von Ortex Technologies, die von Reuters zitiert wurden, belaufen sich die geschätzten Buchgewinne der Short-Seller bis zum 22. Juli auf rund 15,5 Milliarden US-Dollar. Damit zählt dieser Trade zu einem der lukrativsten Leerverkaufsgeschäfte der jüngeren Börsengeschichte.
SpaceX wurde am 11. Juni 2026 zu einem Emissionspreis von 135 US-Dollar an die Börse gebracht. Der Börsengang des Raumfahrtunternehmens von Elon Musk sorgte zunächst für enormes Aufsehen und trieb den Kurs in die Höhe. Am 16. Juni erreichte die Aktie ein Intraday-Hoch von 225,64 US-Dollar – ein Anstieg von rund 67 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis innerhalb weniger Handelstage.
Scharfe Trendwende nach dem Hoch
Doch auf den steilen Anstieg folgte eine ebenso deutliche Korrektur. Die Aktie drehte scharf nach unten und fiel in der Folge unter den ursprünglichen Emissionspreis von 135 US-Dollar zurück. Zum Handelsschluss am Mittwoch, dem 22. Juli, notierte das Papier damit unterhalb des Ausgabepreises – ein herber Rückschlag für Anleger, die beim Börsengang oder kurz danach eingestiegen waren.
Für Leerverkäufer hingegen entwickelte sich die Situation zum Traumszenario. Short-Seller leihen sich Aktien und verkaufen diese in der Erwartung, sie später zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen und die Differenz als Gewinn einzustreichen. Je stärker der Kurs fällt, desto höher der Buchgewinn – im Fall von SpaceX summiert sich dieser nun auf geschätzte 15,5 Milliarden US-Dollar.
Leerverkäufer als Frühindikator
Leerverkäufer gelten an den Kapitalmärkten oft als kritische Stimme gegenüber hoch bewerteten Unternehmen. Gerade bei hochgejubelten Börsengängen positionieren sich Short-Seller häufig frühzeitig gegen übertriebene Bewertungen. Im Fall von SpaceX scheint diese Strategie aufgegangen zu sein: Der rasante Kursanstieg nach dem IPO erwies sich als nicht nachhaltig.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Privatanleger ist der Fall SpaceX ein anschauliches Beispiel für die Risiken, die mit dem Einstieg in frisch gelistete Aktien verbunden sind. Börsengänge gehen häufig mit einer erhöhten Volatilität einher, da Angebot und Nachfrage sich erst einpendeln müssen. Ein Kursrückgang unter den Emissionspreis – wie im Fall von SpaceX – ist dabei keine Seltenheit und kann erhebliche Verluste für Erstzeichner bedeuten.
Die Daten von Ortex Technologies zeigen eindrucksvoll, wie profitabel eine gezielte Leerverkaufsstrategie bei überbewerteten Börsengängen sein kann. Ob die SpaceX-Aktie eine nachhaltige Erholung hinlegen wird oder die Korrektur weiter anhält, bleibt abzuwarten.


