SpaceX-IPO: Japaner zeichneten Aktien für über 6,2 Milliarden Dollar
Japanische Investoren rissen sich um SpaceX-Aktien – die Nachfrage überstieg das Angebot beim weltgrößten Börsengang deutlich.

Beim weltgrößten Börsengang aller Zeiten zeigten japanische Investoren ein außergewöhnliches Interesse an SpaceX. Wie zwei mit dem Angebot vertraute Insider gegenüber Reuters berichteten, war die Nachfrage aus Japan bereit, Aktien im Wert von mehr als 1 Billion Yen – umgerechnet rund 6,2 Milliarden US-Dollar – zu zeichnen. Der Großteil dieser Nachfrage stammte dabei von Privatanlegern.
Letztlich erhielten japanische Investoren Aktien im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar zugeteilt. Die Überzeichnungsrate in Japan entsprach damit in etwa der weltweiten Nachfrage nach dem Raketen- und Satellitenkommunikationsunternehmen von Elon Musk. SpaceX sammelte beim Börsengang insgesamt 75 Milliarden US-Dollar ein und setzte damit einen neuen globalen Rekord.
Weltweite Nachfrage von 250 Milliarden Dollar
Die globale Investorennachfrage nach dem SpaceX-IPO belief sich laut Reuters auf insgesamt 250 Milliarden US-Dollar. Das bedeutet, dass das Angebot weltweit massiv überzeichnet war. SpaceX, das Unternehmen von Elon Musk, das für seine Raketen- und Starlink-Satellitenkommunikation bekannt ist, zog damit Anleger aus aller Welt in seinen Bann.
Mizuho Securities USA, eine Tochtergesellschaft der japanischen Mizuho Financial Group, fungierte als alleiniger japanischer Konsortialführer für den Börsengang. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme zum Gesamtumfang der japanischen Investorennachfrage ab. Ein Sprecher von Mizuho Securities gab jedoch bekannt, dass eine interne Umfrage ergeben habe, dass mehr als 1.000 in Japan ansässige Kunden Zuteilungen von über 100 Millionen Yen – rund 624.500 US-Dollar – anstrebten. Einige Investoren hätten sogar mehr als 10 Milliarden Yen nachgefragt.
Das enorme Interesse spiegelte sich auch in den Kontoeröffnungen wider: Die Kundenanträge zur Eröffnung von Konten bei Mizuho Securities waren im ersten Drittel des Junis viermal so hoch wie der Durchschnitt der vergangenen zwölf Monate. Dies verdeutlicht, wie stark der SpaceX-Börsengang neue Anleger in Japan mobilisierte.
Ungewöhnlich hohe Privatanleger-Quote
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Zur AktienanalyseBemerkenswert war beim SpaceX-IPO die ungewöhnlich hohe Zuteilungsquote für Privatanleger von bis zu 30 Prozent. Bei großen Börsengängen ist es sonst üblich, dass institutionelle Investoren den Löwenanteil der Aktien erhalten. Diese Entscheidung dürfte maßgeblich dazu beigetragen haben, dass das Interesse unter japanischen Privatanlegern so groß war.
Darüber hinaus könnten Anleger noch weitere Aktien erhalten: Falls die Konsortialbanken von ihrem Recht Gebrauch machen, zusätzliche Papiere zu verkaufen – eine sogenannte Mehrzuteilungsoption oder Greenshoe-Option –, würden weitere Aktien in den Markt kommen. Diese Entscheidung wird üblicherweise innerhalb von 30 Tagen nach dem Angebot getroffen. Für japanische Investoren, die leer ausgingen oder weniger Aktien als gewünscht erhielten, könnte dies eine weitere Chance bedeuten.


