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SpaceX-IPO: Institutionelle Nachfrage übersteigt Aktienangebot bei Weitem

Der geplante Börsengang von SpaceX stößt auf enormes Interesse – Zeichnungsaufträge übersteigen das verfügbare Angebot um ein Vielfaches.

SpaceX-IPO: Institutionelle Nachfrage übersteigt Aktienangebot bei Weitem

Der Börsengang (IPO) von SpaceX entwickelt sich zum Mega-Event an den Kapitalmärkten. Wie Bloomberg News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, übersteigen die Zeichnungsaufträge institutioneller Anleger das verfügbare Aktienangebot um ein Vielfaches. Die begleitenden Banken informierten Investoren am frühen Dienstag darüber, dass das Angebot nach Management-Treffen auf zusätzliche Nachfrage gestoßen sei.

Das Volumen der Aktienbestellungen sei seit Montag weiter gestiegen, so die Informanten, die anonym bleiben wollten, da die Informationen nicht öffentlich sind. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten die Banken gemeldet, dass das Angebot deutlich überzeichnet war. Mehrere institutionelle Anleger gaben dabei Aufträge für Aktien im Wert von jeweils rund 10 Milliarden US-Dollar oder mehr ab – ein Zeichen für das außergewöhnliche Interesse an dem Raumfahrtunternehmen.

Rekord-Börsengang mit 1,8 Billionen Dollar Bewertung

SpaceX strebt mit dem IPO an, rund 75 Milliarden US-Dollar einzunehmen. Damit würde der Börsengang den bisherigen Weltrekord des saudi-arabischen Ölkonzerns Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 deutlich übertreffen – dieser hatte damals 29,4 Milliarden US-Dollar erlöst. Es wäre damit der größte Börsengang der Geschichte.

Das Unternehmen bietet insgesamt 555,6 Millionen Aktien zu einem Festpreis von jeweils 135 US-Dollar an. Dies verleiht SpaceX eine geschätzte Gesamtbewertung von 1,8 Billionen US-Dollar. Die Aktien sollen unter dem Tickersymbol SPCX sowohl an der Nasdaq als auch an der Nasdaq Texas gehandelt werden.

Die Banken haben zudem signalisiert, dass sich die Zuteilung der Aktien im institutionellen Bereich auf große Long-only-Investmentgesellschaften konzentrieren wird. Long-only-Fonds sind Investmentgesellschaften, die ausschließlich auf steigende Kurse setzen und keine Leerverkäufe tätigen – sie gelten als besonders stabile und langfristig orientierte Aktionäre.

Preisfestsetzung am 11. Juni, Handelsstart am 12. Juni

Die Orderbücher für institutionelle Anleger schließen am Mittwoch um 16:00 Uhr New Yorker Zeit. Privatanleger haben auf bestimmten Broker-Plattformen ein etwas längeres Zeitfenster, um Zeichnungsaufträge einzureichen. Die Preisfestsetzung für den Börsengang ist für den 11. Juni geplant, der offizielle Handelsstart soll am darauffolgenden Tag, dem 12. Juni, erfolgen.

Führungskräfte des Unternehmens sind derzeit intensiv im Einsatz, um Investoren zu überzeugen. Präsidentin Gwynne Shotwell und Finanzvorstand Bret Johnsen treffen sich mit hunderten institutionellen Investoren in Sitzungen, die von den federführenden Banken Morgan Stanley und Goldman Sachs organisiert werden. Solche sogenannten Roadshows sind ein zentrales Element jedes großen Börsengangs und dienen dazu, das Vertrauen institutioneller Großanleger zu gewinnen.

Für deutsche Privatanleger ist der SpaceX-IPO von besonderem Interesse: Als einer der weltweit führenden Anbieter von Raumfahrtdienstleistungen und Betreiber des Starlink-Satellitennetzwerks gilt SpaceX als eines der begehrtesten nicht-börsennotierten Unternehmen der Welt. Mit dem Gang an die Nasdaq wird das Unternehmen nun auch für internationale Anleger direkt investierbar.

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