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SpaceX IPO: Drei wichtige Fakten für kluge Anleger

SpaceX reicht S-1-Prospekt ein und peilt eine Bewertung von bis zu zwei Billionen US-Dollar an – der größte Börsengang aller Zeiten.

SpaceX IPO: Drei wichtige Fakten für kluge Anleger

SpaceX steht kurz vor dem größten Börsengang (IPO) der Geschichte. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk hat seinen S-1-Prospekt bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht und gewährt Investoren damit erstmals einen detaillierten Einblick in die eigenen Finanzen. Berichten zufolge plant SpaceX, seine ersten öffentlichen Aktien in einer Preisspanne zu verkaufen, die das Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung zwischen 1,75 Billionen und 2 Billionen US-Dollar bewerten würde.

Der mit Spannung erwartete Börsengang ist für Juni geplant und soll Geschichte schreiben. Für Anleger gibt es vor diesem rekordverdächtigen Debüt jedoch einiges zu analysieren – denn hinter den beeindruckenden Wachstumsambitionen stecken auch erhebliche Risiken.

Starkes Wachstum, aber hohe Verluste

Laut dem S-1-Prospekt erzielte SpaceX im vergangenen Jahr einen Umsatz von 18,67 Milliarden US-Dollar. Diese Zahl umfasst auch Beiträge aus dem xAI-Geschäft, das den KI-Assistenten Grok, weitere KI-Dienste sowie die Social-Media-Plattform X beinhaltet. Gleichzeitig verzeichnete das Unternehmen im Jahr 2025 einen Nettoverlust von 4,9 Milliarden US-Dollar.

Die Verluste könnten sich noch ausweiten: Im ersten Quartal 2026 stand einem Umsatz von 4,69 Milliarden US-Dollar ein Verlust von 4,27 Milliarden US-Dollar gegenüber. Für ein stark wachstumsorientiertes Unternehmen sind solche Verluste nicht zwingend ein Ausschlusskriterium – SpaceX nimmt führende Positionen sowohl bei Raketenstartdiensten als auch bei satellitengestützten Internetdiensten ein. Dennoch muss das Unternehmen noch viel Überzeugungsarbeit leisten, um selbst eine Bewertung am unteren Ende von 1,75 Billionen US-Dollar zu rechtfertigen.

Elon Musk kontrolliert 85 Prozent der Stimmrechte

Mit der Prospekteinreichung erhielten Anleger erstmals Einblick in die Eigentümerstruktur von SpaceX. Besonders auffällig: CEO Elon Musk hält Aktien, die rund 85,1 Prozent der gesamten Stimmrechte entsprechen. Musk hat sich als visionärer Technologieführer erwiesen – seine Erfolgsgeschichte bei Tesla hat dem Elektroautohersteller zu einem deutlichen Bewertungsaufschlag verholfen.

Auch bei SpaceX verfügt Musk über ein umfangreiches erfolgsabhängiges Vergütungspaket. So soll er 1 Milliarde Aktien erhalten, falls das Unternehmen eine dauerhafte menschliche Kolonie auf dem Mars mit mindestens einer Million Einwohnern errichtet. Auch wenn dieser Leistungsanreiz utopisch klingt, verdeutlicht er Musks enormes persönliches Interesse am langfristigen Erfolg von SpaceX.

Starlink als Umsatzmotor, KI als Wachstumsvision

Starlink, der Satelliten-Internetdienst von SpaceX, ist derzeit der mit Abstand wichtigste Umsatztreiber. Im letzten Quartal erzielte Starlink einen Umsatz von rund 3,26 Milliarden US-Dollar – das entspricht 69 Prozent des Gesamtumsatzes. Zum Ende des Berichtszeitraums zählte der Dienst etwa 10,3 Millionen Abonnenten weltweit.

Das Management sieht jedoch einen adressierbaren Gesamtmarkt (TAM), der weit über Satelliteninternet hinausgeht. SpaceX schätzt seinen TAM auf rund 28,5 Billionen US-Dollar. Den größten Anteil daran machen mit 22,7 Billionen US-Dollar KI-Unternehmensanwendungen aus, gefolgt von KI-Infrastruktur mit 2,4 Billionen US-Dollar. Starlink Broadband wird auf 870 Milliarden US-Dollar geschätzt, KI-Abonnements für Endverbraucher auf 760 Milliarden und Starlink Mobile auf 740 Milliarden US-Dollar. Digitale KI-Werbung soll ein Marktpotenzial von 600 Milliarden US-Dollar bieten, weltraumgestützte Lösungen eines von 370 Milliarden US-Dollar.

Diese Schätzungen zum adressierbaren Gesamtmarkt wirken äußerst ambitioniert. SpaceX steht zweifellos an der Spitze einiger revolutionärer Technologiekategorien – von Raumfahrt über Satelliteninternet bis hin zu künstlicher Intelligenz. Doch das Unternehmen wird noch viel beweisen müssen, wenn es schließlich an die Börse geht. Für Anleger bleibt der SpaceX-IPO ein hochinteressantes, aber auch risikobehaftetes Ereignis.

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