SpaceX-Insider können erstmals Aktien verkaufen – mit Einschränkungen
Bis zu 911,5 Millionen SpaceX-Aktien werden am Donnerstag freigegeben – doch eine weitere Tranche bleibt wegen schwacher Kursentwicklung gesperrt.

SpaceX-Insider erhalten erstmals seit Dezember 2025 die Möglichkeit, ihre Anteile am öffentlichen Markt zu veräußern. Bis zu 911,5 Millionen Aktien des Raumfahrtunternehmens werden am Donnerstag für den Handel freigegeben. Damit können Mitarbeiter, frühe Investoren und andere Insider endlich von dem Börsengang des Unternehmens profitieren.
Der Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein für SpaceX-Anteilseigner, die bislang auf ihre Papiere warten mussten. Seit Dezember 2025 war es bestimmten Anlegern nicht möglich, ihre Aktien zu verkaufen. Die nun erfolgte Freigabe eröffnet ihnen erstmals die Chance, Gewinne zu realisieren.
Zweite Tranche bleibt gesperrt
Allerdings ist die Freude der Insider nicht ungetrübt: Eine separate Tranche von bis zu 455,8 Millionen Aktien bleibt weiterhin gesperrt. Der Grund dafür liegt in der schwachen Kursentwicklung der SpaceX-Aktie, die verhindert, dass diese zusätzlichen Papiere ebenfalls zum Handel freigegeben werden. Die Insider hätten somit noch deutlich mehr Aktien verkaufen können, wenn die Aktie eine bessere Performance erzielt hätte.
Für deutsche Privatanleger ist dieser Vorgang unter dem Begriff „Lock-up-Ablauf" bekannt. Nach Börsengängen sind Insider – also Mitarbeiter, Gründer und frühe Investoren – typischerweise für einen bestimmten Zeitraum vertraglich daran gehindert, ihre Aktien zu verkaufen. Dies soll verhindern, dass unmittelbar nach dem Börsengang eine große Anzahl von Aktien auf den Markt geworfen wird und den Kurs unter Druck setzt.
Kursperformance entscheidet über weitere Freigaben
Im Fall von SpaceX zeigt sich, dass die Kursentwicklung direkt darüber entscheidet, wie viele Aktien überhaupt freigegeben werden. Die gesperrte Tranche von bis zu 455,8 Millionen Aktien verdeutlicht, dass an die Freigabe bestimmter Aktienpakete offenbar Kursbedingungen geknüpft sind. Solche Mechanismen sollen Insider dazu anhalten, am langfristigen Erfolg des Unternehmens interessiert zu bleiben.
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Zur AktienanalyseDie Freigabe von insgesamt bis zu 911,5 Millionen Aktien stellt ein erhebliches Volumen dar. Ob und in welchem Umfang Insider tatsächlich von der Verkaufsmöglichkeit Gebrauch machen werden, bleibt abzuwarten. Erfahrungsgemäß führen solche Lock-up-Abläufe an den Märkten zu erhöhter Aufmerksamkeit, da ein massiver Verkaufsdruck den Kurs zusätzlich belasten kann.
Für SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, ist der Börsengang und der nun folgende erste Lock-up-Ablauf ein bedeutender Schritt in Richtung eines stärker öffentlich gehandelten Unternehmens. Die weitere Kursentwicklung wird maßgeblich darüber entscheiden, ob auch die noch gesperrte Tranche von 455,8 Millionen Aktien zu einem späteren Zeitpunkt freigegeben wird.


