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SpaceX greift AT&T, Verizon und T-Mobile mit Starlink an

SpaceX plant, seinen Satellitendienst Starlink durch landgebundene Infrastruktur zu ergänzen und direkt mit den US-Mobilfunkgiganten zu konkurrieren.

SpaceX greift AT&T, Verizon und T-Mobile mit Starlink an

SpaceX hat auf seiner ersten Bilanzkonferenz konkrete Pläne bekannt gegeben, in direkten Wettbewerb mit den drei größten US-Mobilfunkanbietern zu treten. SpaceX-Präsidentin und COO Gwynne Shotwell erläuterte dabei die Strategie des Unternehmens, den bestehenden satellitengestützten Internetdienst Starlink künftig durch landgebundene Infrastruktur zu ergänzen. Damit signalisiert SpaceX einen deutlichen Strategiewechsel hin zu einem vollwertigen Telekommunikationsanbieter.

Die Zielgruppe ist dabei klar definiert: AT&T Inc., Verizon Communications Inc. und T-Mobile US Inc. – die drei dominierenden Mobilfunkbetreiber in den USA. Shotwell hob hervor, dass diese drei Unternehmen zusammen pro Jahr Umsätze in Höhe von Hunderten Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Damit verdeutlichte sie das enorme Marktpotenzial, das SpaceX mit seinem Vorstoß ins Visier nimmt.

SpaceX kombiniert Satelliten- und Bodennetz

Bislang war Starlink vor allem als Satelliten-Internetdienst bekannt, der insbesondere in ländlichen und abgelegenen Regionen Breitbandzugang bietet, wo klassische Mobilfunknetze kaum verfügbar sind. Die nun angekündigte Ergänzung durch landgebundene Infrastruktur würde SpaceX in die Lage versetzen, auch in dicht besiedelten Gebieten mit den etablierten Anbietern zu konkurrieren. Dies wäre ein fundamentaler Schritt über das bisherige Geschäftsmodell hinaus.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist dieser Schritt besonders relevant, da er zeigt, wie stark das Unternehmen von Elon Musk seine Aktivitäten über die Raumfahrt hinaus ausweitet. SpaceX betreibt seinen Industriekomplex Starbase sowie eine Raketenstartanlage in Starbase, Texas, von wo aus auch die Starlink-Satelliten ins All gebracht werden. Die vertikale Integration – von der Rakete bis zum Endkundenanschluss – ist ein zentrales Element der SpaceX-Strategie.

Milliardenschwerer Markt als Ziel

Die Tatsache, dass SpaceX überhaupt eine Bilanzkonferenz abhält, ist für sich genommen bereits bemerkenswert. Das Unternehmen ist nicht börsennotiert, doch die Transparenz gegenüber Investoren und der Öffentlichkeit wächst offenbar. Shotwell nutzte die Gelegenheit, um die Ambitionen des Unternehmens klar zu kommunizieren und den Telekommunikationsmarkt als strategisches Wachstumsfeld zu positionieren.

Der US-Mobilfunkmarkt gilt als einer der lukrativsten der Welt. AT&T, Verizon und T-Mobile teilen sich diesen Markt seit Jahren unter sich auf und erwirtschaften dabei gemeinsam Umsätze in dreistelliger Milliardenhöhe. Ein neuer Wettbewerber mit der technologischen Infrastruktur und den finanziellen Mitteln von SpaceX könnte die Kräfteverhältnisse in diesem Markt langfristig verschieben.

Ob und wann SpaceX die angekündigten Pläne konkret umsetzt, bleibt abzuwarten. Die Aussagen von Shotwell auf der Bilanzkonferenz zeigen jedoch, dass das Unternehmen seine Ambitionen im Telekommunikationsbereich ernstnimmt und den Schritt vom Satellitenanbieter zum vollwertigen Mobilfunkkonkurrenten aktiv anstrebt.

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