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SpaceX-Börsengang: Yardeni prüft Machbarkeit der Billionen-Dollar-Listings

Der IPO-Markt steht vor einem historischen Kapitalzufluss – angeführt von SpaceX, Anthropic und OpenAI mit Bewertungen im Billionen-Bereich.

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SpaceX-Börsengang: Yardeni prüft Machbarkeit der Billionen-Dollar-Listings

Der Markt für Börsengänge steht vor einem historischen Moment. Space Exploration Technologies Corp (SpaceX) plant seinen Börsengang für den 12. Juni und will dabei bis zu 80 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 1,8 Billionen US-Dollar einsammeln. Auf dieses Mega-Debüt sollen weitere Billionen-Listings von Anthropic und OpenAI folgen – ein Trio, das die Finanzwelt bereits als „AI-3" bezeichnet.

Laut einem aktuellen Forschungsbericht von Yardeni Research wachsen die Sorgen, dass dieses Trio dem restlichen Aktienmarkt den Sauerstoff entziehen könnte. Die Analysten von Yardeni sehen das jedoch gelassen: Obwohl die kombinierte Bewertung der drei Unternehmen rund 5 Billionen US-Dollar erreichen wird, bleibt das tatsächlich aufgenommene Kapital mit etwa 200 Milliarden US-Dollar überschaubar.

Privatanleger sollen direkt beteiligt werden

Investmentbanker an der Wall Street planen, Privatanlegern die Möglichkeit zu geben, sich direkt an diesen Emissionen zu beteiligen. Die Analysten von Yardeni erwarten, dass Privatanleger – gestützt auf eine massive Retail-Liquidität – enthusiastisch auf diese Angebote reagieren werden. Zudem stellt der breitere Markt diese bevorstehenden Emissionen leicht in den Schatten: Die kombinierte Marktkapitalisierung des Wilshire 5000 und des S&P 500 liegt bei weit über 130 Billionen US-Dollar.

Ein weiterer Faktor dämpft die Sorgen um eine Marktverzerrung: Der anfängliche öffentliche Streubesitz der „AI-3" wird bemerkenswert gering sein. SpaceX bringt lediglich rund 4,3 Prozent seiner Aktien an die Öffentlichkeit, von den Wettbewerbern werden ähnlich geringe Streubesitzanteile erwartet. Damit werden die großen Indizes durch diese Listings nicht sofort aufgebläht.

Dies steht in scharfem Kontrast zu den sogenannten „Magnificent Seven" – den sieben größten US-Technologiekonzernen – die eine Gesamtmarktkapitalisierung von 24 Billionen US-Dollar aufweisen und über einen außergewöhnlich hohen Anteil an öffentlichem Streubesitz zwischen 81 und 98 Prozent verfügen.

Indexregeln und erzwungene Käufe als Spannungsfeld

Um diese einzigartigen Notierungen zu ermöglichen, haben Indexanbieter ihre Regeln bereits angepasst. Die Nasdaq verkürzte am 1. Mai ihre Frist für die Aufnahme neuer Werte auf 15 Tage. S&P Dow Jones Indices hingegen gab bekannt, dass die Regeln nicht geändert werden, um die Aufnahme dieser Mega-Caps in den S&P 500 zu erleichtern.

Selbst ohne Regeländerungen schätzt Bloomberg Intelligence, dass Indexfonds einen massiven Prozentsatz des Streubesitzes von SpaceX absorbieren müssen. Diese Dynamik schafft ein spannungsgeladenes Szenario: Erzwungene Indexkäufe treffen auf ein extrem begrenztes Aktienangebot – eine Konstellation, die erhebliche Kursbewegungen auslösen könnte.

Erhebliche Risiken trotz Hype

Trotz des intensiven Marketings und des enormen Medieninteresses bergen die zugrunde liegenden Finanzdaten dieser Tech-Giganten erhebliche Risiken für neue Investoren. Die kombinierten Verluste der „AI-3" für das Jahr 2025 überstiegen 25 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil ihrer Bewertung stützt sich zudem auf einen bislang unbewiesenen Markt für Unternehmens-KI im Wert von 22,7 Billionen US-Dollar.

Im Fall von SpaceX hält Yardeni ausdrücklich fest, dass es „bisher keinen Machbarkeitsnachweis für den Start von Rechenzentren in den Weltraum gibt". Für deutsche Privatanleger, die an einer Beteiligung an diesen Börsengängen interessiert sind, unterstreicht diese Einschätzung die Notwendigkeit einer sorgfältigen Risikoabwägung – denn zwischen ambitionierten Bewertungen und tatsächlich bewiesenen Geschäftsmodellen klafft derzeit eine erhebliche Lücke.

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