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SpaceX-Börsengang: So können Privatanleger Aktien kaufen

SpaceX öffnet seinen geplanten Börsengang ausdrücklich für Kleinanleger – mehrere große Brokerhäuser wollen Aktien anbieten.

SpaceX-Börsengang: So können Privatanleger Aktien kaufen

SpaceX bereitet sich auf einen Börsengang vor und rollt dabei ungewöhnlicherweise den roten Teppich für Privatanleger aus. CEO Elon Musk hat ausdrücklich den Wunsch geäußert, dass Kleinanleger eine bedeutende Beteiligung an dem Unternehmen erhalten sollen. Das dürfte die Nachfrage unter Privatanlegern weltweit – und auch in Deutschland – erheblich anheizen.

Mehrere namhafte US-Brokerhäuser haben bereits angekündigt, ihren Kunden Aktien des Raumfahrtunternehmens anbieten zu wollen. Dazu zählen Fidelity Investments, Charles Schwab, Robinhood Markets, SoFi Technologies sowie E*Trade von Morgan Stanley. Die Plattformen prüfen bereits jetzt das Kundeninteresse, um rechtzeitig ein möglichst großes Kontingent beanspruchen zu können.

Zuteilung hängt von institutionellen Investoren ab

Wie viele Aktien letztlich an Privatanleger vergeben werden können, hängt maßgeblich davon ab, wie viel sich institutionelle Investoren und extrem vermögende Anleger vorab sichern. Historisch gesehen wurde eine hohe Zuteilungsquote an Kleinanleger oft als Warnsignal interpretiert – als Zeichen, dass das sogenannte „Smart Money" kein Interesse an dem Börsengang hat.

Im Fall von SpaceX könnte diese Faustformel jedoch weniger zutreffen. Die schiere Größe des erwarteten Börsengangs sowie Musks ausdrücklicher Wunsch nach einer breiten Beteiligung von Privatanlegern sprechen dafür, dass eine hohe Kleinanleger-Quote diesmal nicht zwingend negativ zu werten ist. Dennoch sollten Anleger die damit verbundenen Risiken nicht unterschätzen.

Börsengänge: Hohe Chancen, aber auch erhebliche Risiken

Investitionen in Börsengänge sind grundsätzlich mit erheblichen Risiken verbunden. Der Aktienkurs kann in der Anfangsphase des Handels stark schwanken – sowohl nach oben als auch nach unten. Die Geschichte der Finanzmärkte kennt zahlreiche Beispiele von Aktien, die nach ihrem Debüt steil anstiegen, anschließend jedoch drastisch einbrachen und ihre frühen Höchststände nie wieder erreichten.

Ein bekanntes Beispiel ist Facebook, heute unter dem Namen Meta Platforms bekannt. Nach seinem Börsengang im Jahr 2012 benötigte das Unternehmen ganze 16 Monate, um sich von einem frühen Kurseinbruch zu erholen. Anleger, die zum Ausgabepreis eingestiegen waren und nicht die Geduld aufbrachten, zu warten, erlitten in dieser Zeit erhebliche Buchverluste.

Was deutsche Anleger beachten sollten

Für deutsche Privatanleger stellt sich die Frage, ob und wie sie über heimische Depots an einem möglichen SpaceX-Börsengang teilnehmen können. Da die genannten Brokerhäuser – Fidelity, Schwab, Robinhood, SoFi und E*Trade – primär auf den US-Markt ausgerichtet sind, könnten deutsche Anleger auf Umwegen oder über internationale Depotanbieter Zugang erhalten.

Grundsätzlich gilt: Wer an einem Börsengang teilnehmen möchte, muss in der Regel vorab eine Kauforder bei seinem Broker platzieren. Die tatsächliche Zuteilung erfolgt dann nach Abschluss des Bookbuilding-Verfahrens, bei dem der endgültige Ausgabepreis festgelegt wird. Eine Zuteilung ist dabei nicht garantiert – insbesondere bei stark nachgefragten Börsengängen erhalten Privatanleger oft nur einen Bruchteil der beantragten Aktien.

Anleger sollten sich bewusst sein, dass Börsengänge spekulativer Natur sind und eine sorgfältige Risikoabwägung erfordern. Wer bereit ist, mögliche Kursschwankungen in der Anfangsphase auszusitzen, und einen langen Anlagehorizont mitbringt, ist grundsätzlich besser positioniert als kurzfristig orientierte Trader.

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