SpaceX-Börsengang: Rocket Lab und Planet Labs als große Profiteure
Der bevorstehende SpaceX-IPO mit möglicher Billionen-Bewertung beflügelt die gesamte Weltraumbranche – zwei Aktien profitieren besonders.

Der wohl meisterwartete Börsengang des Jahrzehnts nimmt Gestalt an: SpaceX hat vertraulich einen IPO-Antrag gestellt, und die Bewertung könnte zum Zeitpunkt des Börsengangs die Marke von 2 Billionen US-Dollar überschreiten. Das enorme Investoreninteresse an der Raumfahrt dürfte dabei nicht nur SpaceX selbst zugutekommen – auch Wettbewerber und angrenzende Unternehmen der Weltraumwirtschaft stehen im Fokus der Anleger.
Wenn Kapital in großem Maßstab in eine Branche fließt, profitieren erfahrungsgemäß auch die Unternehmen im Umfeld des Marktführers. Zwei börsennotierte Raumfahrtunternehmen sind dabei besonders gut positioniert: Rocket Lab (Ticker: RKLB) und Planet Labs (Ticker: PL). Beide haben zuletzt mit starken Zahlen auf sich aufmerksam gemacht und beweisen, dass die kommerzielle Raumfahrt längst mehr ist als ein wissenschaftliches Nischenprojekt.
Rocket Lab hebt ab
Rocket Lab versteht sich als vertikal integriertes End-to-End-Raumfahrtunternehmen und hat im Jahr 2025 einen Rekordumsatz von 602 Millionen US-Dollar erzielt. Das entspricht einem Wachstum von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein beeindruckendes Tempo für eine noch junge Branche. Besonders aussagekräftig ist der Auftragsbestand: Er explodierte auf 1,85 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 73 Prozent im Jahresvergleich.
Diese Zahlen signalisieren, dass die Nachfrage nach Rocket Labs Dienstleistungen weit über das aktuelle Umsatzniveau hinausgeht. Für Anleger ist ein wachsender Auftragsbestand ein wichtiger Indikator für künftige Einnahmen und die Stabilität des Geschäftsmodells. Der Aktienmarkt hat das bereits honoriert: Die Rocket-Lab-Aktie legte in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 370 Prozent zu.
Planet Labs hat einen lukrativen Blick aus dem All
Planet Labs verfolgt einen anderen Ansatz innerhalb der Weltraumwirtschaft. Das Unternehmen spezialisiert sich auf Erdbeobachtung, hochfrequente Bildgebung und Datenanalyse aus dem All. Diese Dienstleistungen finden Abnehmer in Wirtschaft, Regierung und Forschung – ein breites und stabiles Kundensegment, das die kommerzielle Tragfähigkeit des Geschäftsmodells unterstreicht.
Auch Planet Labs kann mit starken Kennzahlen aufwarten: Für das Geschäftsjahr 2026 meldete das Unternehmen einen Rekordumsatz von 306 Millionen US-Dollar. Der Auftragsbestand wuchs um beachtliche 79 Prozent auf 900 Millionen US-Dollar. Die Aktie des Unternehmens hat seit Anfang 2026 bereits mehr als 100 Prozent zugelegt.
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Zur AktienanalyseDie Zahlen beider Unternehmen verdeutlichen, dass die kommerzielle Raumfahrtindustrie nicht nur wächst, sondern zunehmend wirtschaftlich tragfähig wird. Der bevorstehende SpaceX-Börsengang dürfte als Katalysator wirken und das Anlegerinteresse an der gesamten Branche weiter anfachen. Rocket Lab und Planet Labs sind dabei keine spekulativen Wetten auf eine ferne Zukunft, sondern Unternehmen mit nachweisbarem Umsatzwachstum und prall gefüllten Auftragsbüchern.
Für deutsche Privatanleger, die an der Entwicklung der Weltraumwirtschaft teilhaben möchten, ohne direkt auf einen SpaceX-IPO warten zu müssen, bieten diese beiden bereits börsennotierten Unternehmen einen konkreten Einstiegspunkt in eine Branche, die sich gerade fundamental verändert.


