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SpaceX-Börsengang könnte laut Jim Cramer Marktstimmung beflügeln

CNBC-Moderator Jim Cramer sieht im fulminanten SpaceX-Debüt einen Katalysator für neue KI-Börsengänge und eine konstruktive Marktwoche.

SpaceX-Börsengang könnte laut Jim Cramer Marktstimmung beflügeln

Jim Cramer, Moderator der CNBC-Sendung „Mad Money", hat am Freitag erklärt, dass das erfolgreiche Börsendebüt von SpaceX den Weg für eine neue Welle von KI-bezogenen Aktienemissionen ebnen könnte. Das Raketenunternehmen von Elon Musk beendete seinen ersten Handelstag bei 161 US-Dollar pro Aktie, was SpaceX einen Marktwert von rund 2,1 Billionen US-Dollar verleiht. Cramer zeigte sich beeindruckt: „Noch nie hat ein Börsengang die Gemüter an der Wall Street und vielleicht auch in der breiten Öffentlichkeit so sehr gefesselt wie der von Elon Musks SpaceX."

Der Erfolg der Emission könnte laut Cramer andere Unternehmen dazu ermutigen, bald den Markt zu sondieren – insbesondere KI-Akteure wie Anthropic. Das Startup hinter den Claude-Modellen hat Anfang dieses Monats vertraulich einen Börsengang beantragt. Darüber hinaus könnten Unternehmen wie Microsoft, Meta und Amazon entscheiden, Aktien zu verkaufen, um den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur zu finanzieren – ähnlich wie es die Google-Muttergesellschaft Alphabet bereits tut.

„Banker arbeiten heutzutage schnell", sagte Cramer und erklärte, die Idee sei es, „das Eisen zu schmieden, solange es heiß ist". „Ich weiß nicht, ob sie dem Verkauf von Aktien widerstehen können, nachdem sie gesehen haben, wie es bei SpaceX gelaufen ist", fügte er hinzu. Cramer hatte anfangs befürchtet, dass das SpaceX-Angebot den Markt überfordern könnte, glaubt nun aber, dass sein erfolgreiches Debüt die Stimmung stützen und die Weichen für eine konstruktive kommende Woche stellen könnte.

Geopolitik und Zinsen im Fokus

Neben dem SpaceX-Effekt mahnte Cramer Anleger, die Entwicklungen im Nahen Osten genau zu beobachten. Er bleibt zwar skeptisch, dass ein Frieden unmittelbar bevorstehe, doch eine dauerhafte Lösung könnte die Ölpreise sinken lassen und den Inflationsdruck mildern. „Wenn wir Frieden bekommen, ist das Erste, was man erkennen muss, dass der Prozess zur Senkung der Inflation mit einem Einbruch des Ölpreises beginnen wird", sagte er.

Für die bevorstehende verkürzte Handelswoche nannte Cramer mehrere wichtige Datenpunkte. Der Bericht über die Wohnungsbaubeginne am Dienstag könnte Aufschluss über den Immobilienmarkt geben. Ein schwacher Bericht würde laut Cramer die Argumente für den neuen Fed-Chef Kevin Warsh stärken, die Zinsen zu senken. „Ich weiß, dass viele Leute sagen, die Wirtschaft sei zu stark und wir müssten die Zinsen erhöhen", sagte er. „Ich denke, diese Leute träumen."

Am Mittwoch stehen die neuesten Einzelhandelsumsatzdaten auf dem Programm, die Aufschluss über die Konsumstärke geben sollen. Cramer erwartet schwächere Zahlen, was seiner Einschätzung nach ebenfalls für eine Zinssenkung sprechen würde. Das wichtigste Ereignis der Woche ist jedoch die Fed-Sitzung mit anschließender Pressekonferenz von Warsh. Cramer prognostiziert: „Warsh wird den Prozess einleiten, uns auf Zinssenkungen vorzubereiten, da die zugrunde liegenden Probleme in der Wirtschaft hartnäckig sind."

Unternehmensberichte und Nasdaq-Neugewichtung

Vor Handelsbeginn am Mittwoch berichten Kroger und Accenture. Kroger kämpft weiterhin mit steigenden Kosten, die nur schwer vollständig an die Verbraucher weitergegeben werden können. Accenture sieht sich mit der wachsenden Sorge konfrontiert, dass KI-Tools von OpenAI und Anthropic traditionellen Beratungsfirmen das Geschäft streitig machen könnten. Cramer plant zudem, ein Analystentreffen des Ölfelddienstleisters SLB zu verfolgen, um Hinweise auf die Bohraktivitäten der Produzenten nach dem jüngsten Anstieg der Rohölpreise zu erhalten.

Der Donnerstag markiert den letzten Handelstag vor einer umfassenden Neugewichtung des Nasdaq-100. Zu den Neuzugängen gehören Rocket Lab, Astera Labs, Teradyne, Nebius und CoreWeave. Gleichzeitig werden Verisk, Cognizant, Insmed, Zscaler und Charter Communications aus dem Index entfernt. Cramer wies darauf hin, dass „diese Indexaufnahmen die Kurse bewegen", da Fondsmanager ihre Portfolios vor den Änderungen umschichten müssen, die zum Handelsbeginn am Montag wirksam werden.

Insgesamt zeigte sich Cramer optimistisch für die kommende Woche: „Der Erfolg der heutigen Platzierung von SpaceX ist etwas, das man jahrelang untersuchen wird. Es ist ein Gewinn für den Markt, und wenn wir Frieden bekommen, wird er nicht aufzuhalten sein."

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