SpaceX-Börsengang: Bewertung von 1,5 Billionen Dollar erwartet
SpaceX strebt beim Börsengang eine Bewertung von über 1,5 Billionen Dollar an – trotz eines Verlustes von 4,9 Milliarden Dollar im Jahr 2025.

SpaceX könnte bei einem möglichen Börsengang mit mehr als 1,5 Billionen US-Dollar bewertet werden. Das ist eine astronomische Summe – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die Finanzlage des Raumfahrtunternehmens von Elon Musk ist deutlich schwächer als die jedes anderen US-Mega-Cap-Unternehmens vergleichbarer Größenordnung.
Im Jahr 2025 erzielte SpaceX einen Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar und verbuchte gleichzeitig einen Verlust von 4,9 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Meta, das in einer ähnlichen Bewertungsregion gehandelt wird, erzielte im selben Zeitraum einen elfmal so hohen Umsatz und einen Gewinn von 60 Milliarden US-Dollar.
Bewertung weit jenseits aller Vergleichswerte
Die 15 größten US-Unternehmen werden im Durchschnitt mit etwa dem Siebenfachen ihres Umsatzes bewertet. Eine SpaceX-Bewertung von 1,5 Billionen Dollar würde hingegen dem 80-fachen des Jahresumsatzes entsprechen. Das ist ein Vielfaches dessen, was selbst hochbewertete Technologiegiganten aufrufen.
Dieser extreme Bewertungsaufschlag zeigt, dass Investoren nicht auf die heutigen Zahlen setzen – sondern auf die Zukunft. Die Wette lautet: Elon Musk wird aus seinen milliardenschweren Investitionen von heute enormen Wert für morgen schaffen.
Das Muster ist nicht neu. Ein ähnliches Phänomen lässt sich bei Musks anderem Großunternehmen beobachten: Tesla. Der Elektroautohersteller verzeichnete im Jahr 2025 nur geringfügige Gewinne, wird aber zum fast 400-fachen des Gewinns der letzten zwölf Monate gehandelt. Grund dafür sind massive Investitionen in Künstliche Intelligenz, die Produktion humanoider Roboter sowie den geplanten Robotaxi-Dienst.
Die Musk-Wette: Vertrauen als Bewertungsgrundlage
Sowohl SpaceX- als auch Tesla-Investoren gehen im Kern dieselbe Wette ein: Sie vertrauen darauf, dass Elon Musk in der Lage ist, aus heutigen Großinvestitionen künftig außerordentlichen Wert zu schaffen. Dieses Vertrauen in die Person Musk ist damit ein zentraler Faktor für die Bewertung beider Unternehmen.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Privatanleger ist diese Konstellation besonders interessant. Während SpaceX bislang nicht börsennotiert ist und damit für Kleinanleger direkt nicht zugänglich bleibt, ist Tesla an der Nasdaq gelistet und im Portfolio vieler ETFs enthalten. Die Frage, ob die extremen Bewertungen gerechtfertigt sind, bleibt dabei eine der spannendsten und umstrittensten der Finanzwelt.
Die Zahlen machen deutlich: Wer in SpaceX oder Tesla investiert – direkt oder indirekt –, kauft keine klassische Value-Aktie. Er kauft eine Vision. Und die Überzeugung, dass Elon Musk diese Vision in bare Münze verwandeln kann.


