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SpaceX-Aktie unter Druck: Erste Lock-up-Fristen laufen ab

Über 911 Millionen SpaceX-Aktien werden freigegeben – die Aktie liegt bereits mehr als 50% unter ihrem Allzeithoch.

6. August 2026 3 Min
SpaceX-Aktie unter Druck: Erste Lock-up-Fristen laufen ab

Frühe SpaceX-Investoren erhalten am Donnerstag erstmals die Möglichkeit, Teile ihrer Bestände zu verkaufen. Die ersten sogenannten Lock-up-Fristen – also Haltefristen, die Aktionäre nach einem Börsengang am Verkauf ihrer Anteile hindern – laufen aus. Damit werden knapp über 911 Millionen SpaceX-Aktien für den Handel freigegeben, was rund 7% der gesamten ausstehenden Aktien entspricht.

Diese Zahl übersteigt sogar die 639 Millionen Aktien, die beim Rekord-Börsengang des Unternehmens an der Nasdaq im Juni verkauft wurden. Die Aktie hatte damals bei der Erstnotiz bei 150 Dollar eröffnet und wenige Tage später die Marke von 225 Dollar überschritten. Seitdem verlief die Entwicklung jedoch turbulent: Am Mittwoch schlossen die Papiere auf einem Tiefstand von 108,27 Dollar – ein Rückgang von mehr als 50% gegenüber dem Höchststand.

Quartalsbericht belastet den Kurs zusätzlich

Den jüngsten Kursrückgang löste der erste Quartalsbericht von SpaceX aus, den das Unternehmen am späten Dienstag veröffentlichte. Darin wurde bekannt, dass die Investitionsausgaben mehr als doppelt so hoch ausfielen wie der Umsatz – ein Ergebnis, das Anleger offensichtlich beunruhigte. Greg Martin, Mitbegründer von Rainmaker Securities, erklärte gegenüber CNBC, dass der „kurzfristige Kursverlauf" der Aktie möglicherweise stärker vom Auslaufen der Haltefrist als von Fundamentaldaten oder der Strategie des Unternehmens beeinflusst wird.

Die Analysten von Mizuho wiesen in einem Bericht vom Mittwoch jedoch auf einen wichtigen Punkt hin: „Obwohl der Anstieg des potenziellen Angebots beträchtlich ist, sollten Anleger verstehen, dass die Verkaufsberechtigung der Aktien nicht bedeutet, dass die gesamte Tranche auch tatsächlich am Markt angeboten wird." Mit anderen Worten: Nicht jeder berechtigte Aktionär muss seine Anteile auch tatsächlich verkaufen.

Weiterer Verkaufsdruck in den kommenden Monaten

Der Druck auf die Aktie könnte in den nächsten Wochen und Monaten weiter zunehmen. Laut Prospekt könnten am 20. August weitere 319 Millionen Aktien freigegeben werden, gefolgt von rund 700 Millionen im September und einer ähnlichen Anzahl im Oktober. Elon Musk selbst, der reichste Mensch der Welt und mit mehr als 6 Milliarden Aktien bei weitem größte Anteilseigner von SpaceX, ist davon vorerst nicht betroffen – seine Bestände sind bis Juni 2027 gesperrt.

Zu den Investoren, die einen Verkauf planen, gehört Jessie Bates III, Safety bei den Atlanta Falcons. Der 29-jährige NFL-Profi gab an, im Jahr 2022 rund 150.000 Dollar für SpaceX-Anteile bei einer Unternehmensbewertung von 127 Milliarden Dollar gezahlt zu haben. Angesichts der aktuellen Bewertung von SpaceX in Höhe von 1,43 Billionen Dollar könnte sein Anteil inzwischen mehr als 1,5 Millionen Dollar wert sein. Bates erklärte über seinen Publizisten, er plane, alle seine Anteile zu verkaufen, um „Gewinne mitzunehmen".

SpaceX wächst durch Fusionen und Akquisitionen

Bates' Investitionen werden von Michael Ledo als CEO des RISE Family Office verwaltet. Ledo zufolge umfasst Bates' Portfolio auch Beteiligungen an Pre-IPO-Unternehmen wie OpenAI, Anthropic, Databricks, Cart.com und Turo. Bates ließ verlauten, dass ihn vor allem weitere strategische Akquisitionen, die Wachstumschancen eröffnen könnten, zu einem erneuten Einstieg bei SpaceX bewegen würden.

Auf Unternehmensebene hat SpaceX zuletzt bedeutende strategische Schritte unternommen. Im Februar fusionierte SpaceX mit Elon Musks KI-Unternehmen xAI in einem Deal, der das kombinierte Unternehmen mit 1,25 Billionen Dollar bewertete. Darüber hinaus stimmte SpaceX vor dem Börsengang dem Kauf des KI-Coding-Tools Cursor für 60 Milliarden Dollar zu – eine Transaktion, deren Abschluss noch in diesem Quartal erwartet wird. Ob diese Wachstumsstrategie die Anleger langfristig überzeugen kann, bleibt angesichts des aktuellen Kursdrucks abzuwarten.

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