SpaceX-Aktie erholt sich nach tiefstem Schlusskurs seit Börsengang
Nach dem schwächsten Schlusskurs seit dem IPO legt die SpaceX-Aktie am Donnerstag wieder über zwei Prozent zu.

Die Aktien von SpaceX (SPCX) haben sich am Donnerstag im frühen Handel erholt und legten mehr als 2% zu. Zuvor hatte das Papier die Vorsitzung mit einem Minus von rund 1% bei 154,54 US-Dollar beendet – dem niedrigsten Schlusskurs seit dem Börsengang des Unternehmens Mitte Juni. Der Rücksetzer war damit zwar historisch, fiel aber nur um wenige Cents unter bisherige Tiefststände.
Das Papier hält sich weiterhin über der psychologisch wichtigen Marke von 150 US-Dollar, zu der es am 12. Juni erstmals gehandelt wurde. Am Dienstag war die Aktie im Tagesverlauf kurzzeitig unter dieses Niveau gerutscht, konnte sich jedoch wieder darüber stabilisieren. Für deutsche Anleger, die SpaceX als Wachstumswert im Technologie- und Raumfahrtsektor beobachten, bleibt die Kursentwicklung damit vorerst im Blick.
Rasanter Anstieg nach dem Börsengang
Der Start an der Börse verlief für SpaceX zunächst spektakulär: Von einem Emissionspreis von 135 US-Dollar kletterte die Aktie in nur wenigen Handelstagen auf über 225 US-Dollar. Seitdem hat das Papier jedoch deutlich an Schwung verloren und ist auf das aktuelle Niveau zurückgefallen. Elon Musks Unternehmen, das in den Bereichen Weltraumforschung, künstliche Intelligenz und Konnektivität tätig ist, steht seit dem Börsengang unter intensiver Beobachtung der Märkte.
Als potenzieller Kurstreiber gilt die zunehmende Aufnahme der Aktie in Indexfonds. Dieser Prozess gilt unter Marktbeobachtern als wahrscheinlicher Impulsgeber für künftige Kurssteigerungen. Zuletzt belastete jedoch die allgemeine Schwäche der US-Märkte in dieser Woche auch SpaceX und andere Technologiewerte.
Privatanleger bleiben treue Käufer
Besonders auffällig ist das Verhalten der Privatanleger: Laut dem Marktforschungsunternehmen Vanda Research waren Kleinanleger an jedem bisherigen Handelstag Netto-Käufer der SpaceX-Aktie. „Im Gegensatz zu vielen thematischen Börsengängen, die schnell an Dynamik verlieren, waren Privatanleger seit der Notierung jeden Tag Netto-Käufer, was den Status der Aktie als Favorit der Kleinanleger unterstreicht", schrieb Vanda Research in einem Morgenkommentar.
Vanda Research stellt dabei auch eine entscheidende Folgefrage: „Die nächste Frage ist, ob sich die neuen Zuflüsse wieder beschleunigen oder ob die Anleger nach dem jüngsten Rücksetzer beginnen, wieder in einzelne KI-Titel umzuschichten." Diese Frage dürfte auch für europäische Investoren relevant sein, die den Markt für US-Technologieaktien genau verfolgen.
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Zur AktienanalyseWall Street mit verhaltener Einschätzung
Auch von der institutionellen Seite gibt es neue Signale: Die US-Bank KeyBank nahm Anfang dieser Woche die Beobachtung der SpaceX-Aktie auf, verzichtete jedoch auf die Angabe eines konkreten Kursziels. In ihrer Einschätzung bescheinigte KeyBank dem Unternehmen zwar „bedeutende disruptive Wachstumspfade", merkte jedoch an, dass dies in der aktuellen Bewertung bereits eingepreist sei. Das Risiko-Rendite-Verhältnis erscheine „ausgewogen", so die Bank.
Für Anleger ergibt sich damit ein gemischtes Bild: Einerseits zeigt die anhaltende Kaufbereitschaft der Privatanleger Vertrauen in das Unternehmen. Andererseits signalisiert die verhaltene Einschätzung der Wall Street, dass das kurzfristige Aufwärtspotenzial begrenzt sein könnte. Die kommenden Handelstage werden zeigen, ob die Erholung vom Donnerstag nachhaltig ist oder ob der Druck auf die Aktie anhält.


