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SpaceX-Aktie erholt sich 41% – Leerverkäufer ziehen sich zurück

Das Short-Interesse an SpaceX fiel von 34% auf 11%, während die Aktie kräftig zulegte und Eindeckungskäufe die Rallye befeuerten.

SpaceX-Aktie erholt sich 41% – Leerverkäufer ziehen sich zurück

Leerverkäufer, die gegen SpaceX gewettet hatten, ziehen sich in rasantem Tempo zurück. Das Short-Interesse an der Aktie des Raketen- und Satellitunternehmens sank am Mittwoch auf rund 11% der öffentlich gehandelten Aktien – nach einem Höchststand von 34% in der Vorwoche. Das zeigen Daten des Analysehauses S3 Partners.

Die Aktie legte am Mittwoch um 11% auf rund 148 US-Dollar zu. Damit notiert der Kurs etwa 10% über dem Emissionspreis von 135 US-Dollar beim Börsengang und rund 41% über seinem Tiefstand vom 3. August. Eine bemerkenswerte Erholung für ein Papier, das nach seinem Börsendebüt zunächst heftig unter Druck geraten war.

Warum SpaceX nach dem Börsengang abstürzte

Der Ausverkauf hatte einen konkreten Auslöser: Im ersten Quartalsbericht nach dem Börsengang offenbarte SpaceX, dass die Investitionsausgaben mehr als doppelt so hoch waren wie der Umsatz. Das schürte bei Anlegern erhebliche Sorgen über die enormen Kosten, die zur Finanzierung der Wachstumsambitionen des Unternehmens notwendig sind. Der darauffolgende Kursrückgang zog eine Welle von Leerverkäufern an, die auf weiter fallende Kurse setzten.

Beim Leerverkauf leihen sich Investoren Aktien und verkaufen diese, in der Hoffnung, sie später zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen und so die Differenz als Gewinn einzustreichen. Da der handelbare Streubesitz von SpaceX nach dem Börsengang zunächst sehr begrenzt war, trieb die hohe Nachfrage nach Short-Positionen das Short-Interesse auf ein ungewöhnlich hohes Niveau.

Ablauf der Haltefrist verändert die Dynamik

Ein entscheidender Wendepunkt kam am vergangenen Donnerstag: Etwas mehr als 911 Millionen SpaceX-Aktien wurden nach Ablauf einer ersten Haltefrist für den Handel freigegeben. Diese Tranche entspricht etwa 7% der ausstehenden Aktien des Unternehmens und überstieg sogar die beim Börsengang verkauften 639 Millionen Aktien. Der deutlich größere Streubesitz reduzierte das Short-Interesse als Prozentsatz der handelbaren Aktien rein rechnerisch erheblich.

Laut S3 Partners haben jedoch auch aktive Eindeckungskäufe zum Rückgang beigetragen. Anleger, die gegen SpaceX gewettet hatten, kauften Aktien zurück, um ihre Short-Positionen zu schließen. Dieses Verhalten kann eine laufende Rallye zusätzlich verstärken, da die Rückkäufe die Nachfrage nach der Aktie erhöhen und den Kurs weiter nach oben treiben.

Weiteres Angebot und neue Volatilität in Sicht

Für Anleger bleibt die Lage dynamisch. Laut Börsenprospekt könnten bereits am 20. August weitere 319 Millionen Aktien für den Handel freigegeben werden. Im September folgen voraussichtlich rund 700 Millionen weitere Aktien, im Oktober eine ähnliche Anzahl. Dieses zusätzliche Angebot gibt Mitarbeitern und frühen Investoren mehr Gelegenheiten zum Verkauf und könnte für neue Kursschwankungen sorgen.

Gleichzeitig würde ein größerer Streubesitz es Leerverkäufern erleichtern, neue Short-Positionen aufzubauen, sollte die bärische Stimmung zurückkehren. SpaceX bleibt damit eine Aktie mit erheblichem Volatilitätspotenzial – sowohl nach oben als auch nach unten. Für deutsche Privatanleger, die das Papier im Blick haben, sind die bevorstehenden Freigabetermine ein wichtiger Faktor in der Risikoabwägung.

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