SpaceX-Aktie bricht ein: Über 1,2 Billionen Dollar Marktwert vernichtet
Seit dem Hoch vom 16. Juni hat SpaceX rund 47% an Wert verloren – ein historischer Kurssturz mit massiven Folgen.

Die SpaceX-Aktie setzt ihren Abwärtstrend fort und notierte am Dienstag gegen 10:00 Uhr New Yorker Zeit über 5,5% tiefer bei rund 107 US-Dollar. Seit dem Allzeithoch vom 16. Juni hat der Kursverfall mehr als 1,2 Billionen US-Dollar an Marktwert vernichtet – einer der größten Marktkapitalisierungsverluste in der Geschichte der Finanzmärkte. Die Aktie notiert damit aktuell 47% unter ihrem Schlusskurshoch.
Die Space Exploration Technologies Corp., wie das Unternehmen offiziell heißt, war erst im vergangenen Monat an die Börse gegangen. Das Börsendebüt von Elon Musks Raketen-, Satelliten- und KI-Unternehmen galt als rekordverdächtig und sorgte zunächst für große Euphorie unter Investoren.
Mehrere Faktoren belasten den Kurs
Der Kursrückgang ist auf ein Bündel negativer Einflussfaktoren zurückzuführen. Ein volatiles geopolitisches Umfeld sowie Sorgen über die Höhe der Ausgaben zur Stützung der Nachfrage und der Bewertungen im KI-Sektor haben in den vergangenen Wochen viele große Technologieunternehmen unter Druck gesetzt. SpaceX ist dabei keine Ausnahme.
Besonders auffällig ist die hohe Aktivität von Leerverkäufern. Laut Daten von S3 Partners sind derzeit rund 30% der verfügbaren Aktien leerverkauft. Diese sogenannten Short-Positionen haben ihren Inhabern bereits Buchgewinne von fast 8 Milliarden US-Dollar eingebracht – ein deutliches Zeichen dafür, dass viele professionelle Marktteilnehmer auf einen weiteren Kursrückgang wetten.
Lock-up-Ablauf erhöht den Verkaufsdruck
Ein weiterer Belastungsfaktor ist eine gestaffelte Lock-up-Vereinbarung, die nach dem Börsengang greift. Bereits am 6. August werden 911,5 Millionen zusätzliche Aktien für den Handel freigegeben. Bis zum Jahresende soll sich die Anzahl der handelbaren Aktien laut dem Börsenprospekt von derzeit rund 639 Millionen auf 5,33 Milliarden erhöhen – eine massive Ausweitung des Angebots, die den Kurs weiter belasten könnte.
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Zur AktienanalyseAuf der operativen Seite gab es zuletzt jedoch positive Nachrichten: SpaceX testete am Freitag erfolgreich seine Starship-Rakete. Dabei wurden modernisierte Satelliten für das Starlink-Kommunikationsnetzwerk ausgesetzt, und die Rakete kehrte weitgehend unversehrt zur Erde zurück. Starship ist ein zentrales Element von Musks langfristigen Plänen – darunter der Ausbau des Starlink-Netzwerks, bemannte Mondmissionen sowie die Platzierung von Rechenzentren im Weltraum.
Trotz des operativen Erfolgs beim Starship-Test bleibt die Stimmung an den Märkten gedrückt. Der Kontrast zwischen technologischen Fortschritten und dem anhaltenden Kursverfall verdeutlicht, wie stark externe Faktoren wie Bewertungssorgen, Short-Selling-Druck und bevorstehende Aktienfreigaben derzeit das Bild dominieren. Für Anleger bleibt die Situation angesichts der enormen Lock-up-Mengen und des makroökonomischen Gegenwinds vorerst herausfordernd.


