Space-Eyes: KI-Drohnenabwehr-Startup geht per SPAC an die Nasdaq
Das Rüstungstechunternehmen Space-Eyes wird mit 638 Millionen Dollar bewertet – Eric Trump ist drittgrößter Privatinvestor.

Das US-amerikanische Rüstungstechnologieunternehmen Space-Eyes plant seinen Börsengang über eine Fusion mit dem Investmentvehikel McKinley Acquisition. Die Bewertung des neu entstehenden Unternehmens liegt dabei bei 638 Millionen Dollar, wie beide Firmen am Freitag bekannt gaben. Die Aktien sollen künftig unter dem Börsenkürzel „CUAS" an der Technologiebörse Nasdaq gehandelt werden.
Für Aufmerksamkeit sorgt vor allem ein prominenter Name im Hintergrund: Eric Trump, Sohn von US-Präsident Donald Trump, ist Insidern zufolge der drittgrößte private Investor des Unternehmens. Darüber hinaus soll er künftig als strategischer Berater fungieren und Space-Eyes insbesondere zu Sicherheitsbedrohungen durch Drohnen beraten.
Was steckt hinter dem SPAC-Modell?
Der Börsengang erfolgt über eine sogenannte SPAC – eine Special Purpose Acquisition Company. Dabei handelt es sich um eine leere Unternehmenshülle, die zunächst Kapital an der Börse einsammelt und dieses anschließend nutzt, um ein nicht börsennotiertes Unternehmen zu übernehmen und damit an die Börse zu bringen. Dieses Modell ermöglicht es Firmen, den klassischen und oft langwierigen IPO-Prozess zu umgehen.
Space-Eyes hat seinen Firmensitz in Miami und entwickelt auf Künstlicher Intelligenz basierende Technologien für Drohnenabwehr sowie Geodatenanalyse. Zielkunden sind Regierungen und Behörden weltweit. Die Einsatzgebiete sind dabei vielfältig: Dazu zählen die Überwachung im Kampf gegen den Drogenschmuggel in der Karibik, Verteidigungsanwendungen im Nahen Osten sowie der Schutz von US-Gefängnissen.
Noch in der Frühphase – aber mit Wachstumsambitionen
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Zur AktienanalyseAktuell befindet sich Space-Eyes noch überwiegend in der Forschungs- und Entwicklungsphase. Der Jahresumsatz liegt derzeit bei rund einer Million Dollar – für ein mit über 600 Millionen Dollar bewertetes Unternehmen ein vergleichsweise bescheidener Wert. Um zu wachsen, setzt das Unternehmen auf die Auslagerung der Produktion an externe Partner. Entsprechende Verträge befinden sich Insidern zufolge derzeit in der Verhandlungsphase.
Für Privatanleger ist das Chance-Risiko-Profil dieses Börsengangs klar einzuordnen: Space-Eyes operiert in einem wachstumsstarken Segment – KI-gestützte Drohnenabwehr ist angesichts globaler Sicherheitslagen stark nachgefragt. Gleichzeitig ist das Unternehmen noch weit von einer profitablen Skalierung entfernt. Die hohe Bewertung bei niedrigem Umsatz sowie das SPAC-Konstrukt erfordern von Investoren eine sorgfältige Risikoabwägung.


