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S&P stuft System1 nach erfolgreicher Schuldenrestrukturierung herauf

Die Ratingagentur hebt das Rating von „D" auf „CCC+" an – nach einem umfassenden Tausch von Schulden gegen Barmittel und Aktien.

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S&P stuft System1 nach erfolgreicher Schuldenrestrukturierung herauf

S&P Global Ratings hat das Kreditrating des US-amerikanischen Unternehmens System1 Inc. von „D" auf „CCC+" angehoben. Auslöser war der erfolgreiche Abschluss einer Schuldenrestrukturierung, bei der die revolvierende Kreditfazilität sowie ein befristetes Darlehen gegen Barmittel, Vorzugsaktien und ein neues befristetes Darlehen getauscht wurden. Die Heraufstufung signalisiert, dass das Unternehmen den Status des Zahlungsverzugs überwunden hat und nun auf stabileren finanziellen Beinen steht.

Gleichzeitig vergab S&P ein Emissionsrating von „CCC+" sowie ein Recovery-Rating von „3" für ein neues, im Jahr 2031 fälliges vorrangig besichertes Darlehen in Höhe von 150 Millionen US-Dollar. Dieses Darlehen wurde von der Tochtergesellschaft S1 Holdings Finco LLC begeben. Ein Recovery-Rating von „3" deutet auf eine erwartete Rückzahlungsquote von 50 bis 70 Prozent im Insolvenzfall hin.

Deutliche Entlastung bei Zinsen und Verschuldung

Die Restrukturierung zeigt messbare Wirkung auf die Finanzstruktur von System1. Der von S&P bereinigte Bruttoverschuldungsgrad soll bis 2026 auf etwa das 9-Fache sinken – gegenüber der ursprünglichen Erwartung von deutlich über dem 10-Fachen. Noch konkreter ist die Entlastung beim jährlichen Zinsaufwand: Dieser fällt von rund 28 Millionen US-Dollar auf etwa 15 Millionen US-Dollar – eine Reduktion um nahezu 46 Prozent.

S&P erwartet, dass diese Maßnahmen dem Unternehmen helfen werden, wieder einen positiven freien Cashflow zu erwirtschaften. Zum Zeitpunkt des Transaktionsabschlusses verfügte System1 laut Ratingagentur über Barmittel von rund 20 Millionen US-Dollar. Für die zweite Jahreshälfte 2026 prognostiziert S&P einen freien Cashflow von etwa 10 Millionen US-Dollar, für das Gesamtjahr 2027 einen freien operativen Cashflow von nahezu 15 Millionen US-Dollar.

Umsatzrückgänge durch Google-Abhängigkeit und Makroumfeld

Trotz der positiven Entwicklung bleibt die operative Lage von System1 herausfordernd. Umsatz und EBITDA des Unternehmens sind in den vergangenen Jahren gesunken – bedingt durch niedrigere Preise für Werbeinventar und anhaltende Rückgänge in der Partnerschaft mit Google. Diese Partnerschaft macht 67 Prozent des Gesamtumsatzes aus und stellt damit ein erhebliches Klumpenrisiko dar.

Verstärkt wurden die Rückgänge durch makroökonomische Unsicherheit sowie erhöhte Restrukturierungskosten. Die starke Abhängigkeit von einem einzigen Partner bleibt ein strukturelles Risiko, das S&P in seiner Bewertung ausdrücklich berücksichtigt. Anhaltender geschäftlicher Gegenwind gilt als zentrales Risiko für die weitere Verbesserung des freien operativen Cashflows.

Stabiler Ausblick, aber weiterhin erhöhtes Risiko

S&P vergibt für System1 einen stabilen Ausblick. Die Ratingagentur erwartet, dass das Unternehmen über ausreichende Liquidität verfügen wird, um seinen Finanzbedarf in den kommenden Jahren zu decken. Für 2026 wird ein Verschuldungsgrad von etwa dem 9-Fachen prognostiziert, für 2027 soll dieser auf das 8-Fache sinken.

Ein Rating von „CCC+" bedeutet im S&P-System weiterhin, dass das Unternehmen als spekulativ und mit erhöhtem Ausfallrisiko eingestuft wird. Die Heraufstufung aus dem „D"-Bereich – der den tatsächlichen Zahlungsausfall markiert – ist dennoch ein bedeutsamer Schritt. Für Anleger bleibt System1 damit eine hochriskante Investition, die eine sorgfältige Beobachtung der weiteren operativen Entwicklung erfordert.

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