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S&P senkt Huntsman-Rating auf BB: Schwache Bonität bis 2026

Ratingagentur erwartet anhaltend niedrige Margen und schwache Cashflow-Kennzahlen beim US-Chemiekonzern.

S&P senkt Huntsman-Rating auf BB: Schwache Bonität bis 2026

S&P Global Ratings hat das Kreditrating von Huntsman Corp. von BB+ auf BB herabgestuft und einen negativen Ausblick beibehalten. Die Ratingagentur begründet den Schritt mit anhaltend schwachen Bonitätskennzahlen, die voraussichtlich bis mindestens 2026 bestehen bleiben werden.

Die Ratingagentur erwartet für den US-Chemiekonzern Mittel aus dem operativen Geschäft (FFO) im Verhältnis zur Verschuldung von nur 12 bis 15 Prozent. Dies gilt als zu schwach für das vorherige Rating. Das bereinigte EBITDA dürfte 2025 mit 300 bis 325 Millionen Dollar einen Tiefpunkt erreichen, bei EBITDA-Margen von lediglich 7 bis 10 Prozent.

Hohe Inflation und gestiegene Zinsen in den USA belasten die Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern und dämpfen die Wohnungsbauaktivität. Dies schwächt insbesondere die Nachfrage nach Polyurethanschäumen und anderen Schlüsselmaterialien in Huntsmans wichtigen Geschäftsbereichen Polyurethanes und Performance Products.

Globale Herausforderungen belasten Geschäft

In China führen gedämpftes Verbrauchervertrauen und schleppende Inlandsausgaben zu Überkapazitäten bei Chemikalien und verschärfen den Preisdruck. In Europa zwangen hohe Energiekosten und strenge Vorschriften Huntsman bereits zur Schließung seines Maleinsäureanhydrid-Werks in Moers.

Das Unternehmen reagiert mit einem umfassenden Kostensenkungsprogramm über 100 Millionen Dollar. Huntsman hat sieben Standorte geschlossen und über 600 Stellen abgebaut. Für das laufende Jahr sind zusätzliche Einsparungen von 40 Millionen Dollar geplant. Der Vorstand kürzte zudem die Dividende um 65 Prozent.

Leichte Erholung für 2026 erwartet

Für 2026 prognostiziert S&P eine Verbesserung des bereinigten EBITDA auf etwa 375 bis 425 Millionen Dollar. Unterstützt werden soll diese Entwicklung durch die Kostensenkungsinitiativen und eine allmähliche Entspannung der US-Hypothekenzinsen. Trotz der operativen Herausforderungen erwartet die Ratingagentur, dass Huntsman weiterhin einen positiven freien Cashflow erzielen wird.

US-Antidumpingzölle von 513 Prozent auf chinesische MDI-Importe könnten dem Unternehmen moderat zugutekommen. Eine nachhaltige Verbesserung würde jedoch eine höhere Nachfrage erfordern, primär durch einen stärkeren Wohnungsmarkt.

S&P könnte das Rating weiter senken, falls das EBITDA ohne die erwartete Verbesserung 2026 auf Tiefstständen verharrt oder der gewichtete Durchschnitt der FFO-Quote unter 12 Prozent fällt. Der Ausblick könnte stabilisiert werden, wenn sich EBITDA-Margen in den niedrigen Zehnerbereich verbessern und die FFO-Quote nachhaltig auf 15 bis 20 Prozent steigt.

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