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S&P 500 und Nasdaq trotz Iran-Krieg auf Rekordhoch

Volatile Woche an der Wall Street: Geopolitik, Unternehmensgewinne und eine Spaltung zwischen Hardware- und Software-Aktien bestimmten das Geschehen.

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S&P 500 und Nasdaq trotz Iran-Krieg auf Rekordhoch

Der S&P 500 und der Nasdaq haben eine turbulente Woche mit Rekordständen abgeschlossen. Trotz massiver Schwankungen aufgrund der Entwicklungen im Nahen Osten legten beide Indizes zu: Der S&P 500 gewann 0,6 Prozent, der Nasdaq sogar 1,5 Prozent. Die Woche stand ganz im Zeichen des Iran-Konflikts, der die Märkte täglich in Atem hielt.

Neben der Geopolitik rückten auch Unternehmensgewinne sowie eine auffällige Spaltung zwischen Hardware- und Software-Aktien in den Fokus der Anleger. Diese drei Themen prägten das Geschehen an der Wall Street in den vergangenen fünf Handelstagen maßgeblich.

Kriegsschlagzeilen treiben die Volatilität

Die Woche begann mit Verlusten, da es am vorangegangenen Wochenende kaum Fortschritte bei den Friedensgesprächen gegeben hatte. Der Dienstag brachte kaum Erleichterung: US-Präsident Donald Trump erklärte gegenüber dem Sender CNBC, die USA seien „bereit", den Iran zu bombardieren, sollte bis zur Waffenstillstandsfrist am Mittwoch kein Abkommen zustande kommen. Diese Aussage sorgte für zusätzliche Nervosität an den Märkten.

Die Wende kam am Mittwoch. Trump kündigte eine zweiwöchige Verlängerung des Waffenstillstands an – und sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq schlossen daraufhin auf Rekordniveau. Die Erleichterung der Anleger war spürbar, die Kurse zogen deutlich an.

Doch die Ruhe währte nur kurz. Am Donnerstag gerieten Aktien erneut unter Druck, während der Ölpreis in die Höhe schoss. Auslöser war eine weitere Aussage Trumps: Er erklärte, er habe der US-Marine befohlen, „jedes Boot zu beschießen und zu zerstören", das Minen in der Straße von Hormus legt. Diese strategisch bedeutende Meerenge ist eine kritische Route für den globalen Ölversand – Störungen dort haben unmittelbare Auswirkungen auf die Energiemärkte weltweit.

Ölmarkt im Ausnahmezustand

Die Ölpreise bewegten sich in dieser Woche besonders heftig. Sowohl der Iran als auch die USA verhängten Blockaden in der Straße von Hormus, was die Versorgungsängste am Rohstoffmarkt anheizte. Für deutsche Anleger und Verbraucher ist dies von besonderer Relevanz, da Europa stark von Ölimporten abhängig ist und Preisschwankungen direkt auf Energiekosten und Inflation durchschlagen können.

Dennoch gelang es den Aktienmärkten, die Woche stark zu beenden. Anleger setzten offenbar auf eine baldige Wiederaufnahme der Friedensgespräche und zeigten sich trotz der geopolitischen Risiken zuversichtlich. Die rekordverdächtigen Schlusskurse am Freitag unterstrichen diese Stimmung eindrucksvoll.

Unternehmensgewinne und Sektorrotation als weitere Treiber

Neben dem Iran-Konflikt spielten auch die laufende Berichtssaison und eine Divergenz zwischen Hardware- und Software-Aktien eine wichtige Rolle. Diese Spaltung innerhalb des Technologiesektors deutet auf eine differenziertere Betrachtung der Anleger hin: Nicht mehr der gesamte Tech-Sektor wird pauschal bewertet, sondern einzelne Segmente werden gezielt unter die Lupe genommen.

Für Privatanleger bleibt die Lage komplex. Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, schwankenden Rohstoffpreisen und einer selektiven Gewinnsaison erfordert eine sorgfältige Beobachtung der Märkte. Die vergangene Woche hat einmal mehr gezeigt, wie schnell sich das Sentiment an der Wall Street drehen kann – und wie widerstandsfähig die großen US-Indizes trotz allem geblieben sind.

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