S&P 500 und Nasdaq steigen nach US-Arbeitsmarktbericht kräftig
Schwächere Jobdaten dämpfen Zinserhöhungserwartungen – US-Indizes steuern auf größte Wochengewinne seit Monaten zu.

US-Aktien legten am Freitag im frühen Handel deutlich zu. Auslöser war ein Arbeitsmarktbericht, der die Erwartungen der Anleger an weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve dämpfte. Die Märkte reagierten positiv auf die Daten, da schwächere Arbeitsmarktdaten in der Regel als Signal gewertet werden, dass die Fed weniger Druck verspürt, die Geldpolitik weiter zu straffen.
Der S&P 500 stieg zuletzt um 0,4 Prozent, während der technologielastige Nasdaq Composite sogar um 1,0 Prozent zulegte. Der Dow Jones Industrial Average verzeichnete einen moderateren Anstieg von 0,1 Prozent. Besonders der Technologiesektor profitierte von der Aussicht auf ein stabileres Zinsumfeld, da Wachstumsaktien erfahrungsgemäß empfindlich auf Zinserwartungen reagieren.
Wochenbilanz: Auf dem Weg zu den größten Gewinnen seit Monaten
Der Dow Jones hatte in der laufenden Woche eine bemerkenswerte Serie an Rekordhochs verbucht. Am Donnerstag jedoch gab der Index nach und beendete damit eine fünftägige Gewinnserie. Auch der S&P 500 und der Nasdaq Composite verloren am Donnerstag an Boden, bevor sie am Freitag wieder zulegen konnten.
Trotz des Rücksetzers am Donnerstag sind alle drei wichtigen US-Indizes auf dem besten Weg, ihre größten Wochengewinne seit Monaten zu erzielen. Dies unterstreicht die Bedeutung des Arbeitsmarktberichts als marktbewegendes Ereignis: Für Anleger weltweit gilt der monatliche US-Jobbericht als einer der wichtigsten Konjunkturindikatoren überhaupt.
Hintergrund: Warum Jobdaten die Zinspolitik beeinflussen
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger ist der Zusammenhang zwischen US-Arbeitsmarktdaten und Zinspolitik besonders relevant. Die Federal Reserve verfolgt ein sogenanntes duales Mandat: Sie ist sowohl für Preisstabilität als auch für maximale Beschäftigung verantwortlich. Ein starker Arbeitsmarkt kann Inflationsdruck erzeugen und die Fed zu Zinserhöhungen veranlassen – was Aktien in der Regel belastet. Schwächere Jobdaten hingegen reduzieren diesen Druck und wirken sich positiv auf die Aktienmärkte aus.
Steigende US-Zinsen haben in der Vergangenheit auch Auswirkungen auf europäische und deutsche Märkte gehabt, da sie den US-Dollar stärken und Kapitalflüsse beeinflussen. Die Entwicklung an der Wall Street wird daher auch von Anlegern hierzulande genau beobachtet. Ein stabileres oder sogar sinkendes Zinsniveau in den USA könnte Wachstumswerte auf beiden Seiten des Atlantiks begünstigen.


