ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

S&P 500 und Nasdaq schließen auf Rekordniveau trotz Iran-Krieg

Anleger spielen geopolitische Risiken herunter – Technologiewerte führen die Rallye an, Dow Jones gibt leicht nach.

S&P 500 und Nasdaq schließen auf Rekordniveau trotz Iran-Krieg

Der S&P 500 und der Nasdaq Composite haben am Mittwoch neue Rekordhochs markiert – sowohl im Tagesverlauf als auch zum Handelsschluss. Der technologielastige Nasdaq legte 1,6% zu, der S&P 500 stieg um 0,8%. Damit ignorierten die Märkte weitgehend den laufenden Iran-Krieg, den die USA und Israel eingeleitet hatten.

Der S&P 500 übertraf sein bisheriges Intraday-Rekordhoch von 7.002,28 Punkten vom 28. Januar und schloss erstmals über der Marke von 7.000 Punkten. Der Nasdaq übertraf seinen am 29. Oktober markierten Höchststand von 24.019,99 Punkten und beendete den Handel erstmals über 24.000 Punkten – es war der elfte Handelstag in Folge mit einem Plus. Der Dow Jones Industrial Average hingegen gab 0,2% nach.

„Die jüngste Erholung des Marktes auf Allzeithochs ist nur eine weitere Erinnerung daran, dass der Markt klüger ist als alle anderen", schrieb David Wagner, Head of Equity und Portfoliomanager bei Aptus Capital Advisors. Er ergänzte, das neue Allzeithoch des S&P 500 deute darauf hin, dass der Verbraucher höhere Energiepreise verkraften könne, da sich die Gassituation in den USA erheblich von der in anderen Ländern unterscheide.

Geopolitik und Rohstoffmärkte im Fokus

Präsident Donald Trump äußerte sich in einem Interview mit Fox Business optimistisch und sagte, er glaube, dass der Krieg im Iran „sehr bald vorbei" sei – obwohl die USA kurz zuvor eine Blockade der Straße von Hormus eingeleitet hatten. Die Ölpreise zeigten sich wenig bewegt: WTI-Futures notierten um 16:00 Uhr ET 0,2% tiefer bei 91,05 US-Dollar pro Barrel, Brent-Rohöl schloss 0,1% höher bei 94,93 US-Dollar.

Der US-Dollar-Index gab um 0,1% auf 98,05 nach. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen stieg auf 4,28% von zuvor rund 4,25%. Bitcoin notierte bei rund 75.100 US-Dollar, nachdem er von einem Tagestief unter 73.600 US-Dollar gestiegen war. Gold-Futures fielen um 0,6% auf 4.820 US-Dollar pro Unze.

Technologiewerte und Bankaktien als Treiber

Nahezu alle Aktien der sogenannten „Glorreichen Sieben" legten zu – mit Ausnahme von Amazon (AMZN). Angeführt wurde die Gruppe von Tesla (TSLA) mit einem Kurssprung von 7,6%. Meta Platforms (META) schloss 1,4% höher, nachdem die Facebook-Muttergesellschaft eine erweiterte Partnerschaft mit Broadcom (AVGO) zur gemeinsamen Entwicklung maßgeschneiderter KI-Chips bekanntgegeben hatte. Broadcom-Aktien stiegen daraufhin um mehr als 4%.

Auch Bankwerte glänzten: Bank of America (BAC) legte knapp 2% zu, Morgan Stanley (MS) sogar 4,5% – beide Institute hatten am Mittwoch vor Börseneröffnung besser als erwartet ausgefallene Quartalsergebnisse gemeldet. Damit setzt sich die starke Berichtssaison der US-Banken fort, die Goldman Sachs am Montag eröffnet hatte, gefolgt von Wells Fargo, JPMorgan Chase und Citigroup.

Im Bereich Quantencomputing sorgten neue KI-Modelle von Nvidia für Auftrieb. Nvidia kündigte eine neue Modellfamilie namens „Ising" an, die für Aufgaben im Quantencomputing konzipiert ist. Die Aktien der Nvidia-Partner IonQ (IONQ) und Rigetti Computing (RGTI) stiegen daraufhin um 17% beziehungsweise 11%.

Snap entlässt 16 Prozent der Belegschaft – Aktie steigt

Snap (SNAP) gab bekannt, rund 16% seiner weltweiten Belegschaft – etwa 1.000 Mitarbeiter – zu entlassen. CEO Evan Spiegel nannte „schnelle Fortschritte in der künstlichen Intelligenz" als einen der Gründe. Die Märkte reagierten positiv: Snap-Aktien stiegen um fast 8%.

Live Nation als Monopol verurteilt – Aktie unter Druck

Für Aufsehen sorgte ein Gerichtsurteil gegen Live Nation Entertainment (LYV): Eine Bundesjury in New York befand, dass die Ticketmaster-Muttergesellschaft eine Monopolstellung in den Bereichen Ticketverkauf, Konzertpromotion, Veranstaltungsmanagement und Sponsoring innehat und damit gegen Bundes- und Landes-Antitrustgesetze verstößt. Die Klage wurde von einer Gruppe von 34 Bundesstaaten eingereicht. Live Nation-Aktien fielen in der letzten Handelsstunde um 4%. Davon profitierten die Ticket-Wiederverkäufer Vivid Seats (SEAT) und StubHub (STUB) mit Kursgewinnen von 8,5% beziehungsweise 2,5%.

Live Nation wies das Urteil in einer Stellungnahme zurück: „Das Urteil der Jury ist nicht das letzte Wort in dieser Angelegenheit." Das Unternehmen kündigte an, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen und gegen ungünstige Entscheidungen Berufung einzulegen.

American Eagle profitiert von Sydney-Sweeney-Kampagne

Auch auf der Einzelhandelsseite gab es Bewegung: American Eagle Outfitters (AEO) legte mehr als 7% zu, nachdem der Einzelhändler eine neue Werbekampagne mit Schauspielerin Sydney Sweeney angekündigt hatte. Die Promotion für Jeans-Shorts erscheint kurz nach der Veröffentlichung der dritten Staffel von „Euphoria" auf HBO. Die Aktie notierte zuletzt bei über 19 US-Dollar – mehr als 80% über dem Stand von vor einem Jahr.

S&P 500 RekordhochNasdaq AllzeithochIran-Krieg BörseTesla AktieLive Nation MonopolSnap EntlassungenQuantencomputing Aktien

Disclaimer