S&P 500 und Nasdaq erreichen Rekordhochs dank Iran-Hoffnungen
Optimismus über US-Iran-Gespräche und starke Bankgewinne treiben Wall Street auf neue Allzeithochs.

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch neue Rekordhochs erreicht. Der S&P 500 stieg um rund 0,8 % und schloss erstmals in seiner Geschichte über der Marke von 7.000 Punkten. Der Nasdaq Composite legte sogar um etwa 1,6 % zu und markierte ebenfalls ein neues Allzeithoch, angetrieben von starken Gewinnen bei Technologie- und Softwareaktien. Der Dow Jones Industrial Average gab hingegen leicht nach und konnte sich der allgemeinen Aufwärtsbewegung nicht anschließen.
Im nachbörslichen Handel setzten die Futures die positive Tendenz fort. Die S&P 500 Futures stiegen um 0,2 % auf 7.070,75 Punkte, während die Nasdaq 100 Futures um 0,3 % auf 26.440,75 Punkte kletterten. Auch die Dow Jones Futures legten um 0,2 % auf 48.478,0 Punkte zu.
Hoffnung auf diplomatischen Durchbruch mit dem Iran
Haupttreiber der Rally war der wachsende Optimismus über mögliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Trump erklärte gegenüber dem britischen Sender Sky News, es sei „sehr gut möglich", dass noch vor dem Besuch von König Charles Ende des Monats ein dauerhaftes Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran erzielt werden könne. Das Weiße Haus bestätigte am Mittwoch, dass Diskussionen über eine zweite Verhandlungsrunde mit dem Iran im Gange und produktiv seien – dementierte jedoch Berichte, wonach die USA einen Waffenstillstand im Iran-Krieg gefordert hätten.
Die Aussicht auf eine diplomatische Lösung milderte die Sorgen über anhaltende Störungen auf den globalen Energiemärkten. Frühere Inflationsängste, die durch hohe Ölpreise ausgelöst worden waren, traten damit in den Hintergrund. Die Anlegerstimmung hat sich in den letzten Handelstagen spürbar aufgehellt.
Starke Quartalsergebnisse der Großbanken stützen die Märkte
Neben der geopolitischen Entspannung lieferten auch die Unternehmensgewinne positive Impulse. Die Bank of America verzeichnete einen Anstieg des Quartalsgewinns um 17 %, getragen von einem starken Handelsgeschäft und einer Erholung der Gebühren im Investmentbanking. Morgan Stanley meldete sogar einen Gewinnsprung von fast 30 %, gestützt auf Rekordumsätze im Aktienhandel und eine verbesserte Transaktionsaktivität. Beide Ergebnisse unterstrichen die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft.
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Zur AktienanalyseDie Berichtssaison geht am Donnerstag in die nächste Runde. Noch vor der Eröffnungsglocke werden PepsiCo, Travelers Companies, U.S. Bancorp, Abbott Laboratories und Charles Schwab Corp ihre Quartalszahlen vorlegen. Anleger werden diese Ergebnisse genau beobachten, um ein weiteres Bild über den Zustand der US-Wirtschaft zu erhalten.
Für deutsche Anleger bleibt die Entwicklung an der Wall Street von zentraler Bedeutung, da US-Aktien einen erheblichen Anteil in vielen internationalen Portfolios und ETFs ausmachen. Ein anhaltender Aufwärtstrend an den US-Märkten strahlt in der Regel auch positiv auf europäische Börsen aus.


