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S&P 500 erreicht neues Rekordhoch nach US-Iran-Konflikt

Der US-Leitindex schließt erstmals seit Ausbruch des Konflikts auf einem Allzeithoch und macht alle Verluste wett.

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S&P 500 erreicht neues Rekordhoch nach US-Iran-Konflikt

Der S&P 500 hat am Mittwoch ein neues Rekordhoch erreicht und damit sämtliche Verluste seit Beginn des US-Iran-Konflikts vollständig aufgeholt. Der Index schloss bei 7.022,95 Punkten – ein Tagesplus von 0,8 Prozent und zugleich ein neues Schlusshoch, das den bisherigen Rekord vom Januar übertrifft. Zusätzlich markierte der Index im Handelsverlauf ein neues Intraday-Allzeithoch bei 7.026,24 Punkten, wie Daten der LSEG zeigten.

Ausschlaggebend für die Erholung waren Hoffnungen auf eine Deeskalation des Krieges sowie robuste Gewinnerwartungen für US-Unternehmen. Anleger kehrten damit in risikoreichere Anlagen zurück, nachdem sie den Ausverkauf der vergangenen Wochen als Kaufgelegenheit genutzt hatten. Mehrere Brokerhäuser hatten den Rückgang explizit als Chance bewertet, Aktien zu günstigeren Bewertungen zu erwerben.

Konflikt hatte Märkte erschüttert

Seit dem Ausbruch des US-Iran-Konflikts am 28. Februar hatte der S&P 500 zeitweise um bis zu 9 Prozent nachgegeben – knapp unterhalb der Schwelle von 10 Prozent, die gemeinhin als Korrektur definiert wird. Nasdaq und Dow Jones Industrial Average hatten diese Korrekturmarke von 10 Prozent im Zuge des Ausverkaufs jedoch beide erreicht. Der Konflikt hatte zudem einen historischen Schock an den Ölmärkten ausgelöst und Sorgen über steigende Inflation sowie die künftige Zinspolitik der US-Notenbank geschürt.

US-Präsident Donald Trump erklärte, dass die Gespräche mit dem Iran zur Beendigung des Krieges bald wieder aufgenommen werden könnten. Dies geschah, nachdem die erste Verhandlungsrunde in Islamabad gescheitert war. Die Aussicht auf eine mögliche diplomatische Lösung gab den Märkten zusätzlichen Auftrieb.

Starke Gewinnerwartungen stützen die Rally

Neben den geopolitischen Hoffnungen lieferten die Unternehmensgewinne wichtige Unterstützung. Führungskräfte von Großbanken betonten, dass die US-Verbraucher trotz des Ölschocks widerstandsfähig geblieben seien. Zudem wurde die Pipeline für Fusionen, Übernahmen und Börsengänge (IPOs) als robust beschrieben.

Laut LSEG-Daten erwarten Analysten, dass die Unternehmen im S&P 500 für das erste Quartal einen Gesamtgewinn von 605,1 Milliarden US-Dollar erzielen werden. Zu Beginn des Quartals hatte die Prognose noch bei 598,7 Milliarden US-Dollar gelegen – die Erwartungen wurden also im Verlauf des Quartals nach oben revidiert.

Risiken bleiben bestehen

Trotz der positiven Marktstimmung bestehen weiterhin erhebliche Risiken. Eine erneute Eskalation des Konflikts könnte das neu gewonnene Vertrauen der Anleger schnell wieder erschüttern. Selbst wenn die geopolitischen Spannungen nachlassen sollten, könnten Themen, die die Märkte vor dem Krieg belastet hatten, erneut in den Vordergrund rücken – insbesondere Befürchtungen über Verwerfungen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz.

Auch im Bereich Private Credit gab es Belastungen: Firmen in diesem Segment hatten mit Rücknahmerisiken zu kämpfen, da verunsicherte Anleger während des Ausverkaufs den Ausstieg suchten. Die Erholung des S&P 500 auf ein neues Allzeithoch ist damit ein wichtiges Signal – doch die Märkte bleiben anfällig für neue Schocks.

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