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Southwest Airlines: Starkes Q2, aber schwacher Ausblick wegen Treibstoffkosten

Trotz 9% Gewinnsteigerung im zweiten Quartal enttäuscht Southwest Airlines mit seiner Prognose für den Sommer die Wall Street.

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Southwest Airlines: Starkes Q2, aber schwacher Ausblick wegen Treibstoffkosten

Southwest Airlines hat für das zweite Quartal 2026 einen Gewinnanstieg von mehr als 9% im Vergleich zum Vorjahr gemeldet. Der Nettogewinn kletterte auf 233 Millionen Dollar bzw. 47 Cent pro Aktie, nach 213 Millionen Dollar bzw. 39 Cent pro Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 16,4% auf beachtliche 8,4 Milliarden Dollar. Bereinigt um Einmaleffekte erzielte Southwest einen Gewinn von 94 Cent pro Aktie.

Trotz dieser soliden Quartalszahlen trübte der Ausblick auf das dritte Quartal die Stimmung der Investoren. Die in Dallas ansässige Fluggesellschaft prognostiziert für das laufende Sommerquartal einen bereinigten Gewinn zwischen 50 und 75 Cent pro Aktie – deutlich unter den von Analysten erwarteten 82 Cent. Gleichzeitig rechnet Southwest mit einem Umsatzplus zwischen 17,5% und 19,5% gegenüber dem Vorjahr. Die Kapazität soll dabei um höchstens 1% gesenkt oder stabil gehalten werden.

Explodierende Treibstoffkosten belasten die Bilanz

Der Hauptgrund für den verhaltenen Ausblick liegt in den massiv gestiegenen Treibstoffkosten. Im zweiten Quartal schoss die Treibstoffrechnung von Southwest im Vergleich zum Vorjahr um satte 67% auf 2,22 Milliarden Dollar in die Höhe. Zwar haben sich die Treibstoffpreise nach einem durch den Iran-Krieg ausgelösten Rekordhoch wieder etwas entspannt, doch die Kosten bleiben volatil und schwer kalkulierbar.

Höhere Flugpreise helfen der Fluggesellschaft, einen Teil dieser Mehrkosten aufzufangen. Die durchschnittlichen Preise für Hinflüge bei Southwest stiegen um fast 21% auf 225,61 Dollar, verglichen mit 186,65 Dollar im Vorjahr. Auch andere Fluggesellschaften erklärten zuletzt, dass sie die Preiserhöhungen in diesem Jahr weitgehend beibehalten können.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Southwest einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 3,25 bis 4,25 Dollar. Im Januar hatte das Unternehmen noch einen bereinigten Gewinn von mindestens 4 Dollar pro Aktie in Aussicht gestellt – die neue Spanne liegt damit am unteren Ende unter dieser ursprünglichen Zielmarke.

Radikaler Umbau des Geschäftsmodells

Southwest hat in den vergangenen zwei Jahren sein jahrzehntelanges Geschäftsmodell grundlegend umgekrempelt. Im Januar beendete die Fluggesellschaft die freie Sitzplatzwahl, die lange Zeit ein Markenzeichen des Unternehmens war. Zusätzlich wurden Basic-Economy-Tarife eingeführt und die langjährige Regelung abgeschafft, wonach Kunden zwei Gepäckstücke kostenlos aufgeben durften.

Auch bei den Flugguthaben änderte Southwest seine bisherige Praxis: Viele Ticketklassen, die ab Mitte 2025 verkauft werden, erhalten nun Verfallsdaten. Diese Änderung führte dazu, dass Kunden Flugguthaben in größerem Umfang als prognostiziert einlösten, was eine Anpassung der Umsatz- und Gewinndaten erforderlich machte. Laut Southwest-Management tragen die jüngsten Verbesserungen an den Flugzeugen und Annehmlichkeiten dazu bei, mehr Geschäftsreisende anzuziehen – ein wichtiger Schritt zur Diversifizierung der Kundenbasis.

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