Southwest Airlines beendet freie Platzwahl nach 54 Jahren
Letzte Passagiere auf Hawaii-Flug erlebten Ende einer Ära – Airline passt sich Konkurrenz an

Southwest Airlines hat am Dienstag seine legendäre Politik der freien Platzwahl beendet. Nach über 54 Jahren müssen sich Passagiere nicht mehr beim Boarding um die besten Sitzplätze drängeln. Der letzte Flug mit freier Platzwahl führte von Honolulu nach Los Angeles mit 112 Passagieren an Bord.
Die US-amerikanische Billigfluggesellschaft führt ab sofort zugewiesene Sitzplätze für alle Kunden ein. Damit gibt Southwest eines ihrer markantesten Alleinstellungsmerkmale auf und gleicht sich den Geschäftsmodellen traditioneller Airlines an. Die Entscheidung erfolgt unter zunehmendem Druck, den Umsatz zu steigern.
Ende einer Tradition im Luftverkehr
Die freie Platzwahl galt jahrzehntelang als Markenzeichen von Southwest. Passagiere erhielten beim Check-in lediglich eine Boarding-Gruppe und Position, konnten dann aber selbst entscheiden, wo sie sitzen wollten. Für manche Reisende bedeutete dies Flexibilität, für andere Stress und Unsicherheit.
Mit der Umstellung auf zugewiesene Sitzplätze wissen Southwest-Kunden künftig bereits vor dem Boarding genau, wo sie sitzen werden. Die Airline verspricht sich davon höhere Einnahmen durch den Verkauf von Premium-Sitzplätzen und eine bessere Planbarkeit für Passagiere.
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Zur AktienanalyseDie Änderung ist Teil einer umfassenderen Strategie, mit der Southwest auf die veränderten Marktbedingungen reagiert. Die Fluggesellschaft, die sich lange Zeit durch niedrige Preise und unkonventionelle Geschäftspraktiken von der Konkurrenz abhob, setzt nun verstärkt auf bewährte Branchenstandards, um wettbewerbsfähig zu bleiben.


